Spaß mit der US-Armee
(via eatliver.com)
Der Monat: Juni 2010.

Es gäbe hier eine Rubrik, die ich gerne eröffnen würde: Es gibt aber im Netz jeden Tag so viele schöne Artikel und Seiten zu bestaunen, dass ich jetzt einfach damit anfangen werde, diese zu bookmarken und ein- bis zweimal im Monat zu veröffentlichen. Einiges ist dann nicht mehr brandaktuell, so manch anderes Thema sicherlich schon; beides dennoch absolut lesenswert. Schauen wir mal.
■ spiegelfechter.com schreibt: “‘Yes we Gauck!’ – das Sommermärchen vom besseren Kandidaten” und warum die Wahl nicht so genial ist, wie sie zunächst schien.
■ taz.de berichtet über die “Splitterbombe” in Berlin und wie linke Gewalt durchaus auch inszeniert wird: “Ein dumpfer Knall mit Folgen“. Die Berliner Morgenpost berichtet vom Stand der Ermittlungen.
■ Zeit.de hat, zum Kontrast, einen überaus lesenswerten Artikel über rechte Gewalt in Sachsen-Anhalt: “Angriff auf Noam“. Wer denkt, dass das braune Gedankengut mittlerweile überholt sei, der irrt.
■ Immer aktuell berichtet das ZDF Politbarometer (wie schon häufiger): “Merkel und Westerwelle stürzen ab“. Wen’s wundert.
■ Gerade gestern war’s so weit: BPs “Oil spill hits 60th day“. Die gezeigten Bilder lassen mir die Haare zu Berge stehen und ich frage mich, wieso es noch immer keine Lösung für die vermutlich größte von Menschenhand gemachte Natur-Katastrophe seit ever. Ist wohl nur mit Humor zu ertragen.
Weitere News und ein wenig Sport gibt’s unter…
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Es war einmal… eine Ölbohrplattform im Golf von Mexiko.

Sie hieß “Deepwater Horizon” und beschloss am 20. April des Jahres 2010, sich selbst in einer gewaltigen Explosion zu annihilieren. Seit diesem Tag sprudelt Rohöl in den Golf von Mexiko. Es ist in der Tat eine Katastrophe nicht gekannten Ausmaßes, doch die Menschen scheinen entspannt. Wenig Nervenkitzel. Wie konnte es so weit kommen? Und warum vermelde ich dieses Thema erst jetzt? eine Analyse.
…in den nächsten Tagen, denn Horst Köhler ist gerade zurückgetreten. Ok, noch ein Versuch.
Infosheet: linke vs. rechte Politik.
Sieh einer an, was man alles auf seiner Festplatte finden kann. Zwar ist die Grafik, so denke ich’s mir, besonders auf’s US-amerikanische System zugeschnitten, trifft allerdings in allen wichtigen Punkten ins Ziel. Wer also schon immer wissen wollte, wo genau die unterschiede zwischen linker und rechter Politik eigentlich liegen — hier bitte.
Credits
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Walpurgisnacht, erster Mai, Wikipedia und überhaupt.
Er ist vorbei, der Monatswechsel: Still und heimlich ist der April wie jedes Jahr in den Mai übergegangen. Für mich als dunklen Kultisten war dieser hohe Feiertag, wie so oft, ein Erlebnis. Obgleich die beginnende Rückkehr des großen C’thulhu es nicht in die Abendnachrichten geschafft hat, waren Walpurgisnacht und 1. Mai dennoch in den Medien vertreten. Wie konnte es so weit kommen?
Eigentlich war es meine Intention, mich über die randalierenden Kinder in der Nacht zum ersten Mai aufzuregen, doch leider gibt’s keine schöne, politisch annähernd korrekte Überleitung. Die mistverfluchten Blagen, die ihr Ego damit aufpolieren, die schöne Landschaft mit Klopapier und Zahnpasta zu verschandeln. Wirklich ganz groß, ihr kleinen Stinker, habt ihr denn keinen Deut Kreativität mehr‽ Oaah, weil ich mich nur in Rage rede, komme ich lieber zum vergnüglicheren Thema: dem ersten Mai, Tag 1 des 5. Monats.
Obwohl ich und andere immer verkünden, der erste Mai sei ein Nazifeiertag, so ist das doch alles nur Unsinn und Gerede. Wikipedia sagt*:
Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen 1889 wurde zum Gedenken an die Opfer des Haymarket Riot der 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen. Am 1. Mai 1890 wurde zum ersten Mal dieser „Protest- und Gedenktag“ mit Massenstreiks und Massendemonstrationen in der ganzen Welt begangen.
Ja, und weiter? Und was bedeutet das kleine Sternchen dort?
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Der Blick über den Teich: Obamas Sammelsurium zu 2010.
Die ersten 100 Tage der neuen deutschen Regierung werden mehrheitlich als Fehlschlag gesehen; dementsprechend sind die Reaktionen der Politiker. Eigentlich war’s im Wahlkampf schon erkennbar: Große Wunder wird keine Partei vollbringen. Doch insgeheim sehnt sich der Deutsche nach charismatischen, überzeugenden Politikern — so wie Obama einst. Er wurde umjubelt, als Retter der Nation gefeiert. Mehr als ein Jahr nach seinem Amtsantritt muss man leider sagen, dass vom ehemaligen Glanz nicht mehr viel übrig ist. Vielleicht ließe sich auch ein spöttisches “Wir schaffen in 100 Tagen, wofür Obama ein Jahr brauchte” einwerfen.
Während die deutsche Politik allerdings im Nebel stochert, gibt’s in den USA konkretere Vorstellungen davon, wie das Jahr 2010 zu gestalten sei. Lohnt ein Blick über den Teich? about.com hat eine Übersicht darüber erstellt, welche Ideen und Ziele Barack Obama für 2010 verfolgt. Es wäre eine Schande, diese unkommentiert zu lassen. Sehen wir, was er zum State of the Union vom 27. Januar so meint.
The Economy
- “A fee on the biggest banks” who “can afford a modest fee to pay back the taxpayers who rescued them in their time of need.”
- “Extended or increased unemployment benefits for more than 18 million Americans.”
- “Made health insurance 65 percent cheaper for families who get their coverage through COBRA.”
Die Banken werden in die Verantwortung gezogen, eine Hilfe für 18 Mio arbeitslose Amerikaner und eine günstigere Krankenversicherung für manche. Mit anderen Worten: Das Gegenteil von dem, was man bei uns versucht: Die Banken sind nicht verpflichtet, Gelder zurückzuzahlen, Hartz IV bekommt bestenfalls einen neuen Namen und Zusatzbeiträge und Kopfpauschale für die Krankenkassen. Gut, es gab diese Kindergelderhöhung, welche aber eher als Geste des guten Willens zu verstehen ist. Wie erfolgreich wer sein wird, wird sich erst im nächsten Jahr beurteilen lassen. Stellen wir uns lieber die Frage: Was ist der größte Nachteil der amerikanischen Politik?
Sie kostet. Geld, das weder die USA noch wir besitzen. Wie sieht also die Finanzierung aus?
Jetzt: Der US-Haushalt für das Jahr 2010 in allen Einzelheiten, kritisch kommentiert. Mit Wirtschafts- und Steuerpolitik, Militär, Bildung, Wachstum und einigen wenigen Ideen, die Hoffnung machen. “Start frei für’s zweite Jahr, Herr Präsident.”
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Haiti: Und die Welt schaut zu.
Die morbide Überleitung zwischen Zombies und Haiti, einem Ursprungsorte des Voodoo-Glaubens, würde ich mir gerne sparen, denn eigentlich ist das Thema ein sehr ernstes. Weiterhin möchte ich versuchen, die Floskel “das Armenhaus der Welt” nicht wie die Boulevardpresse zu verschlagworten — obwohl gerade Haiti dafür sorgen sollte, dass die erste Welt aufhört, ihre Augen vor Leid und Armut zu verschließen. Wäre es doch nur so einfach.
Katastrophale Presse
Kein Thema findet sich in der Presse so breitgetreten wie das durch Katastrophen verursachte Leid von Menschen. Wann immer auf der Welt Naturkatastrophen ganze Länder verwüsten, wuseln sich Nachrichtensprecher und -redakteure, schreibendes und sprechendes Volk zusammen, um möglichst die spektakulärsten Bilder liefern zu können: Grauen frei Haus. Während diese Art der Berichterstattung mit Sicherheit viele Menschen sensibilisiert, empathisiert und nicht zuletzt auch zur (finanziellen) Hilfe bewegt, zeigt sie doch auch immer wieder, dass der Mensch das einzige Tier ist, welches Sensationslust empfindet. Wie sonst könnte man es sich erklären, dass die BILD seit Tagen doppelseitige Aufmacher entwirft.
Gerade Haiti, vielerorts als gescheiterter Staat diskutiert, könnte aber ein wenig mehr Respekt verdienen. Seit Jahren hungern dort verarmte Menschen, ohne dass die westliche Welt sich dafür besonders interessiert hätte. Jetzt, im Katastrophenfall, gibt es kein Halten mehr: “Jeder möchte helfen, keiner sieht mehr weg.” — wenn doch nur. Obwohl die Bundesregierung ihre Hilfe mittlerweile auf 7,5 Millionen Eur erhöht hat, fing auch dieses Desaster mit einem anderen Desaster an: Deutschland, heldenhaft wie eh und je, stellte am Tag nach dem Beben eine Soforthilfe von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung.
1,5 Millionen Euro, das ist ja schon eine Menge Holz. Jedoch befinden wir uns gerade in einer eigenen Krise und es stellt sich die Frage, wer denn heute überhaupt in solch kleinen Zahlen denkt. Letztes Beispiel: Hypo Group Alpe Adria, 3 Milliarden “an einem Tag”. Haiti bekam von dieser Summe zunächst 1/2000. Ein Zweitausendstel. Brad Pitt und Angelina Jolie spendeten ebenfalls früh und großzügig, gemeinsam eine Million US$, quasi eine fast mit Deutschland vergleichbare Summe. Wie ich mich für mein Land schämen kann, ich hätte es nie gedacht.
Katastrophenjournalismus auch in diesem Blog. Welche Rolle spielt eigentlich Amerika? Lässt sich doch herausfinden mit einem Klick auf…
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2010 nichts Neues: Fear, Uncertainty and Doubt.
Seit es im Jahr 2001 zum Angriff auf die westliche Welt in den USA kam, befindet sich jeder Mensch in Angst. Terrorismus, wohin man auch schaut und dem einher gehen die Verschärfungen der Sicherheitspolitik. Etwas mehr als 8 Jahre nach den Anschlägen hat dieser Prozess mitnichten ein Ende gefunden – im Gegenteil. Wer wäre ich, wenn ich das Jahr mit seriösem Journalismus beginnen würde; hier gibt’s Details zur Weltverschwörung!
Nun, vielleicht nicht so echt, aber es ist schon bemerkenswert, wie dieses Ereignis die Welt verändert hat. Einen Tag nach den Anschlägen meinte mein damaliger Geschichtslehrer —Gott hab ihn selig—, dass die Welt sich in einem Maße verändern würde, welches wir uns nicht vorstellen könnten. Ich hielt das in meinem jugendlichen Leichtsinn für Blödsinn. 8 Jahre später schaut man zurück und fürchtet sich vor der Zukunft. Es ist sicherlich schwierig, alle Maßnahmen und Ideen zur vermeintlichen Sicherheitssteigerung noch einmal ins Gedächtnis zu rufen, aber – versuchen kann man’s ja.
Der Kampf gegen die Freiheit
Zunächst gab’s radikale Verschärfungen an allen Flughäfen und über das Gepäck, welches man in ein Flugzeug mit hinein nehmen durfte. Ich weiß nicht, wie’s davor war, heute ist die Liste vermeintlicher zu-Anschlägen-geeigneter Gegenstände lang: Rasierschaumflaschen (besser: Flüssigkeitsbehälter aller Art), Nagelfeilen und spitze Gegenstände, Glas- und Schneekugeln – solche Dinge führen lediglich Terroristen mit sich. Gut, ich kann’s nachvollziehen, niemand braucht diesen Kram wirklich im Flugzeug und auch Messer gehören dort nicht hin. Wobei ich zuletzt eine interessante These hörte: Alle Waffen erlauben; es findet sich bestimmt immer ein Held mit Waffe im Flugzeug, welcher dann alle rettet, weil er nichts zu verlieren hat. Oder so. Gut, lassen wir’s so stehen, ist eventuell nicht die dümmste Idee, manche Gegenstände nicht mit sich zu führen.
Es gibt aber ne Menge dumme Ideen, die aus Angst erwachsen. Neugierig? Oder besser: Ängstlich?
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Obama, Gesundheit und…”What is wrong with the Americans?”
Während das deutsche Gesundheitssystem Schritt für Schritt zerstört und beschnitten wird, war’s bisher immer noch ein Leichtes, über den großen Teich zu schauen und sich klar zu machen, dass deren System weit weniger gnädig als das unsere ist. Friss oder stirb, der amerikanische Traum: “Kümmere dich selbst darum, dann bist du gut versorgt, wenn du es dir nicht leisten kannst,… ist ja nicht mein Leben.”
Nun hat Amerika wieder Geschichte geschrieben, der erste schwarze Präsident ist an der Macht und was er macht, ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Gut, die Auflösung von Guantanamo scheitert dann doch an der Logistik, die Truppen in Afghanistan sollen noch immer aufgestockt werden und in den Umfragen steht er manchmal sogar schlechter dar als George W. es je gekonnt hätte, doch Barack H. Obama macht seine Sache eigentlich gut. Wenn er was macht. Was er machen möchte, ist aktuell die Reform des amerikanischen Gesundheitssystem, dort liebevoll “health care” genannt. Seine Idee ist es, dass es nach den Änderungen im Gesundheitswesen keinen US-Bürger mehr geben soll, der nicht zumindest eine staatliche Krankenversicherung hat, ganz ähnlich wie hier in Deutschland. “Socialism”, wie sie es nennen.
Von einem gewissen Standpunkt aus betrachtet macht das Weltbild eines Amis (von Frz. “ami” – “Freund”) durchaus Sinn. Ich muss sogar zugeben, dass der Amerikaner die Welt vielleicht besser wahrnimmt, als das der Otto Normaldeutsche tut.
“Meine Güte, was faselt der da? Erstmal weiterlesen… Oh, drei große Kapitel!“
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Professionelle Verschwörungstheoretiker
Ich selbst bin ja noch immer der Ansicht, dass 9/11 inszeniert wurde, so eine waschechte Verschwörungstheorie eben. Damit mag ich mich unbeliebt machen oder gar falsch liegen, aber so lange nicht alle CIA-Geheimakten offengelegt sind und mir das Gegenteil bewiesen wurde, werde ich von dieser Position auch nicht abweichen. Wenn ich soetwas sage, dann mag man mich als Spinner bezeichnen, keine Frage. Wenn jedoch ein ehemaliger Oberstleutnant der Bundeswehr, Jochen Scholz, sich über solche Dinge auslässt, dann sollte sich auch jeder Nichtverschwörungstheoretiker zumindest einige wenige Gedanken machen.
Das folgende Video ist zwar mit einer Dauer von knapp einer Stunde nicht gerade kurz, dafür ist jedoch jede Minute hörens- und sehenswert. Es bleibt zwar ein “trockenes Interview”, aber es macht einfach sprachlos. Nehmt euch die Zeit und lauscht den Worten. Ich bin ziemlich entgeistert.
via pantoffelpunk
U-S-A! U-S-A!











