Politische Erheiterung: “Die 10 skurrilsten Wahlwerbespots”
Ich weiß nicht, wie’s genau passiert ist, aber ich bin vor einigen Stunden über jenes Blog mit Titel “fern gesehen” gestolpert. Da gibt sich ein eloquenter Herr die Mühe, Rezensionen für’s TV zu erstellen – in beachtlicher Qualität. Nun, zumindest stieß ich ebenda auf seine Top 10 der wahrhaft schrägsten Wahlwerbespots, die’s so in den letzten Jahren gegen GEZ-Gebühr zu sehen gab.
Sehr unterhaltsam, ich habe mich köstlich amüsiert. Wenn ihr gerade 20 Minuten eurer kostbaren Zeit entbehren könnt, zögert nicht, schaut’s euch an. Ich stöbere währenddessen noch ein wenig auf der Seite des Urhebers; gar nicht einmal so uninteressant, das.
Alles verbieten! – Folge 6 bis 16: “Gewaltverherrlichendes”
Ich weiß es nicht, soll ich lachen oder weinen. Gerade schaue ich die Nachrichten, da wirft man mir entgegen, die Regierung überlege, Paintball (das RL-Spiel, jep) zu verbieten und das Waffengesetz noch ein bisschen weiter zu verschärfen. In einem Land, das mitunter schon die schärfsten vorstellbaren Waffengesetze hat. Werfen wir doch einen Blick darauf, was die Bundesregierung wieder ausheckt:
Die große Koalition hat sich Zeitungsberichten zufolge auf eine Verschärfung des Waffenrechts verständigt. Die Innenexperten von Union und SPD hätten sich mit Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf einen Katalog von Änderungen geeinigt (…).
Demnach sollen Jagdspiele wie Paintball und Laserdom verboten, Verstöße dagegen mit einer Geldbuße bis zu 5000 Euro belegt werden. Bei Paintball, auch Gotcha genannt, machen die Spieler mit Farbkügelchen, bei Laserdom mit Laserpistolen Jagd aufeinander. „Dabei wird das Töten simuliert“, begründete der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach (CDU) das geplante Verbot in der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. (Quelle))
Mh, ne? Der gesamte “Katalog” umfasst weiterhin diese Änderungen des Waffengesetzes (und dazu noch einige weitere Kleinigkeiten, die wir außer Acht lassen mögen):
- Strengere Kontrollen von Waffenbesitzern; wer eine Kontrolle verweigert verliert seine Erlaubnis, eine Waffe zu besitzen. Waffen sollen zudem nicht mehr funktionsfähig zu Hause aufbewahrt werden dürfen (durch Entfernen von Bolzen, keine Munition o.Ä.).
- Einführung eines zentralen Waffenregisters
- Straffreiheit für diejenigen, die ihre illegalen Waffen freiwillig abgeben. lmao!
Nun, eigentlich finde ich es ja nicht schlecht, dass man Waffenbesitzern das Leben schwer macht, lediglich die Gründe dafür sind wie so häufig sehr hanebüchen. Um es mit den (sinngemäßen) Worten eines Politikers zu sagen: “Wir wissen, dass man damit Amokläufe wie in Winnenden nicht verhindern kann, aber man kann es den Tätern erschweren.” Lasst es mich so formulieren:
“Nein, kann man nicht.” – darum geht’s ja nichtmal!
Pointiert, satirisch und geistreich. Lesen ihr müsst, Yoda sagt. Das Thema ein ganz anderes ist, eine Top 10. Ziemlich Text undso.
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