Buffer Overflow
Heute sind’s auf den Tag genau 3 Wochen, in denen ich nicht in World of Warcraft eingeloggt habe. Eigentlich wollte ich mir doch noch ein Motorrad basteln, einen fliegenden Teppich und solchen Unsinn, aber die Motivation ist zur Zeit in der Sommerpause. Zudem hab ich wirklich anderes um die Ohren als meine Zeit mit Farmen zu verplempern. Verplempern! Man höre sich das an!
Nein, ich höre ja nicht auf, weil “aufhören” ist so endgültig. Ich logge eben zur Zeit nicht ein, aber mein Account ist ja nicht aus der Welt. Umso belustigender finde ich es, wie das Spiel offenkundig gerade den Bach runtergeht, als hätte ich’s geahnt. Activision hat bei Blizzard eine Menge versaut, würde ich einmal behaupten, besonders was Entscheidungen im monetären Konzept betrifft. Das fängt dann bei den langen 48h- Wartezeiten für einen Gamemaster an und endet in Abbau von Serverkapazitäten. In einer Zeit, in der es noch immer (!) Spieler gibt, die gelangweilt vor Instanzen darauf warten, dass endlich wieder zusätzliche Instanzen gestartet werden können! Hua!
Ich bin ja nicht live dabei und Aman’Thul ist noch ein sehr gut besuchter Realm, selbst bei dem schlechten Verhältnis zwischen Allianz und Horde. Ich glaube aber, dass uns bald die ersten Server-Merges bevorstehen. Gewagte These, ich weiß. Ich erinnere mich noch daran, als Aman’Thul einst hätte gesplittet werden sollen. Das Ereignis löste so großen Unmut aus, dass es dann doch nur ein “kostenloser Charaktertransfer” wurde. Ich vermute, dass die Anzahl an Geisterservern besonders in den letzten Monaten angestiegen ist; die “Betroffenen” können mir das sicher mehr berichten. Nach Census zumindest haben wir allein an deutschen Realms allerdings 13 mit nur rund 4000, 3 mit gar nur etwa 2000 Charakteren – nicht Spielern. Das ist erstaunlich wenig für einen WoW-Realm. Doch was rede ich überhaupt!
Blizzard ist vermutlich froh über jeden einzelnen Spieler, die wollen niemanden mehr vergraulen. Nicht, solange fast 5 Millionen Chinesen keinen Zugang zu World of Warcraft haben. Und Housing gibt’s wohl auch niemals – Wo soll das nur hinführen? Tja, mir egal, ich habe grade eh Pause, komme mit dem Zocken von interessanteren Spielen gar nicht nach. Ganz am Ende der Liste steht, dass ich in Team Fortress 2 noch so einen lustigen neuen Klassenhut finden will, so als alter RP-Hutsammler. Und dann – der Adventuresommer!
An Edna bricht aus habe ich noch eine Weile zu knobeln, genauso an Tales of Monkey Island. Dazu gesellt sich seit heute Morgen das famose, erst gestern veröffentlichte “The Secret of Monkey Island: Special Edition“. Am 28. August erscheint schließlich “The Wispered World“, welches ich mir ebenfalls nicht entgehen lassen möchte. Ist aber noch ne Weile hin, bis dahin kann viel passieren. Und… woohoo! Gerade eben ist der Download (“die Special Edition”) bei Steam auf 99% gekrabbelt, weshalb ich nun einen eleganten und sehr direkten Ausweg aus diesem Beitrag suche.
Hinter euch, ein dreiköpfiger Affe!
Tales of Monkey Island: Der berühmte erste Eindruck
Als ich zum ersten Mal davon hörte, dass Monkey Island neu aufgelegt wird, war ich euphorisch, direkt gefolgt von einer dicken Portion Skepsis. Telltale Games, von deren Spielen ich außer den ebenfalls wiederbelebten Sam’n'Max eigentlich nichts kannte, galten zwar unter Kennern schon als “durchaus fähig”, jedoch blieben für mich einige Fragen und Eventualitäten offen. Da wäre zum Beispiel die 3D-Grafik: Prinzipiell nichts dagegen, sie funktionierte in Grim Fandango schließlich auch. Gerade bei Sam’n'Max aber empfand ich die Grafik als trist und stellenweise gar lieblos – was für ein Comic-Adventure schlicht und ergreifend indiskutabel ist. So blieb das Fazit, dass es zwar eine schicke Neuauflage ist, durchaus mit Potential, aber so wirklich überzeugt hat’s mich dann doch nicht.
Und dann ausgerechnet: Monkey Island. Das Urgestein aller Adventures mit einer der elitärsten Fan-Gemeinden überhaupt. Insgeheim hoffte ich ja, dass Telltale eine Meisterleistung vollbringen würde, aber wirklich damit gerechnet hätte ich nicht. Die technischen Schwierigkeiten überwunden, stürzte ich mich ins Abenteuer. Guybrush befindet sich auf seinem Schiff, Elaine auf LeChucks, es stürmt auf der See. Obgleich es eine Art Mini-Tutorial ist, welches gleichzeitig sowohl als Intro zu “Tales of Monkey Island“, als auch als Überleitung (eines fiktionalen fünften Teils) fungiert, setzt die atmosphärische Dichte direkt ein; man spürt förmlich Guybrushs Zeitdruck bei Elaines Rettung. Nach der kurzen Einführung und einiger “unvorhergesehener Improvisationen” (von denen ich nicht zu viel verraten möchte) strandet Guybrush auf Flotsam Island, einer Insel, auf der alle Winde nur ins Innere wehen – der Albtraum eines jeden Seefahrers. Von hier zu entkommen um Elaine dann doch zu retten, das ist der Inhalt der ersten Episode “Launch of the Screaming Narwhal”.
Ui, Telltale ist großartig! Doch wie schreibt man ein Review, ohne zu viel zu spoilern? Fragen über Fragen, die jedoch in einem Haufen Text beantwortet werden. Liebe Adventure-Freunde: Lesen lohnt!
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Tales of Monkey Island: …lässt auf sich warten.
Nun, nachdem es schon zu Beginn einige Schwierigkeiten gab, landete der Code gestern Nacht in meinem Mailfach. So weit, so gut, Spiel registriert -es sind alle 5 Episoden!-, heruntergeladen, geschlafen. Aufgewacht, installiert, nicht gespielt – weil’s nicht geht. Außer einem Prozess “monkeyisland101.exe” tut sich beim Starten überhaupt gar nichts.
Was ich bisher getan habe: Alle Treiber aktualisiert, DirectX aktualisiert, alle Windows-Updates installiert, das Spiel de- und reinstalliert, neu heruntergeladen, die Auflösung von 16:10 auf 4:3 geändert, meinen Router gecheckt, die Supportforen gelesen. Dort festgestellt: Ich bin nicht der Einzige mit dem Problem. Was es nicht direkt besser macht. Da mir so langsam die Lösungsansätze ausgehen, werde ich wohl warten, bis sich im Supportforum jemand mit einer Lösung meldet.
Gar nicht so fein, bisher.
Update 23:xx: Die Offiziellen haben reagiert! Nun ist’s nur noch eine Frage der Zeit…
Hey guys, I’m looking into possible solutions, but this is a really frustrating thing to track down. (…)
Yeah, I’ve been mostly dealing with this issue in another thread, but we are definitely looking into why this might be happening. What’s really frustrating is that one or two people have gotten it to work by just formatting their hard drive and starting over, so it’s not the hardware. But that isn’t exactly an ideal solution to ask people to completely erase their computer.
Immerhin gibt sich die Mitarbeiter Mühe, also bin ich gerne bereit ein bisschen zu warten. Go, Telltale, go!
Tales of Monkey Island: “Jupidoo, Basil!”
Ich hab’ gewonnen, ich hab’ gewonnen! Ich wusste, die alte Voodoolady würde mich nicht im Stich lassen.
Nimm das, LeChuck!
Tales of Monkey Island
Eben erst darüber gestolpert und… warum bin ich eigentlich immer der Letzte, der von sowas erfährt?!
Na, dann lasst uns einmal gespannt sein. Telltale ist sicher nicht die schlechteste Wahl. Und ein ziemlich feines Remake von Monkey Island 1 erscheint auch… herzerwärmendst!
Guybrush rockt!







