“Vertrauen in den Staat”

May 17, 2010 · Posted in think-strange.de, welt-sicht.de · Comment 

“Der Einfluss des (Ex-)Kommunismus wird [...] bei einem Themengebiet signifikant: Die Bevölkerung in (ex-)kommunistischen Ländern hält Steuerhinterziehung für moralisch eher rechtfertigbar als die der anderen Länder. Möglicherweise rührt dieser Effekt von einem geringeren oder [...] weniger gefestigten Vertrauen in den Staat her.”

aus: Dülmer, Herrmann: Moralischer Universalismus, moralischer Kontextualismus oder moralischer Relativismus? Eine empirische Untersuchung anhand der Europäischen- und der Weltwertestudie. In: Ernst, Gerhard (Hrsg.): Moralischer Relativismus. Paderborn 2009. mentis. S. 73.

“Television is a drug”

May 11, 2010 · Posted in think-strange.de · 4 Comments 

Es ist, philosophically speaking, sicherlich interessant zu wissen, was ein Fernseher so eigentlich denkt oder möchte. Beth Fulton hat eine Interpretation dieser Frage, die sich ursprünglich Todd Alcott stellte, medial aufbereitet. Das Ergebnis: “Television.” — zur allgemeinen Unterhaltung.

Transkript inside
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Heute: Das Philosophencafé der UdS läd ein.

April 30, 2010 · Posted in think-strange.de · Comment 
philo

Guten Morgen, 6:24 und ich liege noch eine Stunde im Bett. Heute ab 17:00 Uhr findet im Philo-Café der Universität des Saarlandes die offizielle Feier zur Wiedereröffnung statt. Wenn ich das so sagen darf. Weil ich ab 14:00 dort vor Ort sein werde, gibt’s (vielleicht, wenn ich dazu komme) nen Live-Bericht mit Bildern. Eingeladen sind… alle. Wie schon gesagt, ab 17:00 Uhr im Philocafé der Uni, Gebäude C5.2, recht schwer zu finden. Einfach der guten Stimmung nach.

Öh, ja. Später dann. Alors, es ist 16:45 und alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Es wurde Bier gekauft, Holz organisiert und restliche Besorgungen können zumindest nicht mehr im lokalen Edeka erledigt werden. Zwischen 4 und 10 Personen sind anwesend; es wird gewartet. Sehen wir, was noch kommt.

18:04: Seit einer Stunde ist alles im Gange und es sammeln sich tatsächlich Menschen hier. Viele Menschen. Ok, nicht übertreiben, einige Menschen. Kühltruhe und Kühlschrank sind eisig, die allgegenwärtie Liebe ist enorm. Es wird geknuddelt. Philosophen sind toll.

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Humor, Fußball und Philosophie.

April 16, 2010 · Posted in think-strange.de · Comment 

Ist sicher nicht neu, aber weil ich gerade darüber stolperte und mich wiedereinmal köstlich amüsierte, hier das Fußballspiel zwischen Deutschland und Griechenland in einzigartiger Aufstellung, dargestellt durch eine britische Kleinkunstgruppe.

Philosophenhumor für Zwischendurch. Und dass Fußball durchaus akademisch sein kann, weiß ich spätestens, seit an der Universität ein Kurs “Fußball kulturhistorisch” angeboten wird. Sachen gibt’s.

Weichzielverluste.

April 15, 2010 · Posted in think-strange.de, welt-sicht.de · 3 Comments 

Vorwort

Die erste Woche des zweiten Semesters an der Universität hat begonnen und ich stecke schon mittendrin. Was, weshalb ich es erwähne, der Grund dafür ist, warum hier so wenig aktueller Text steht. Germanistik und Philosophie sind Nerdscheiße, aber meines Erachtens wirklich erlernenswert. Wenngleich dies ein harter Sommer mit einigen Klausuren, mündlichen Prüfungen, Hausarbeiten und Präsentationen zu den abstrusesten Themen von der Semantik der deutschen Sprache bis hin zum Leib-Seele-Problem wird. Ich werde bei Gelegenheit mit Sicherheit ein paar Worte dazu verlieren und mit elitären Fachwörtern gekonnt um mich werfen.

Habemus Parkplatz.

Nachwort

Ich kann es nicht fassen, dass so viele Menschen am Dienstag “Neues aus der Anstalt” verpasst haben, eine der letzten Kritikbastionen im öffentlich-rechtlichen TV. Kann mir jemand erklären, wie man das guten Gewissens versäumen kann? Hier, der erste Grund zum Schämen:

Krass, wie Herr Schramm einfach das sagt, was ich denke, so von wegen Afghanistan, Bundeswehr und öffentlicher Trauer. Oder hier, der Herr Rether, mit seinem Lament zur Kirche und einem schönen Liedchen für den Papst.

“Ja, nur noch einen Klick, dann hast du’s geschafft!”
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die Glaskugel: Zwei Wochen im Überblick.

March 31, 2010 · Posted in think-strange.de · 2 Comments 

Wie beginne ich? Zur Zeit stecke ich in den letzten Tagen der Semesterferien, am 12. April geht’s weiter mit dem Studium. In 4 Tagen ist Ostern und in 5 befinde ich mich auf dem Weg nach Bern. Wo ich bleiben werde, bis zum 9. April. Möglicherweise werde ich auch von dort bloggen und twittern, denn schließlich kommen nicht jeden Tag Menschen vom Saarland in die schöne Schweiz. Gibt’s Empfehlungen, was ich mir dringend anschauen sollte? Öh, wie dem auch sei.

Eigentlich wollte ich nur meinen Frust darüber loswerden, dass ich heute Bücher im Wert von 101,xx Eur bestellen musste. Sicher, wir haben eine Universitätsbibliothek, eine große und viele kleine, aber die Zahl der Standardwerke dort, insbesondere wirklich grundlegende Bücher, ist überschaubar. Muss ich mir sie eben kaufen. Wollt ihr mal sehn? Alors.

Ich schätze, damit werde ich eine kleine Weile beschäftigt sein. Germanistik und Philosophie sind schon nette Fächer. Wenn man sich für solche Späße interessiert, versteht sich.

Ja, ehm, das wären so die “Neuigkeiten”. Es ist schockierend, wie lahm die Welt manchmal sein kann. Worüber soll ich mich schließlich aufregen? Was es zu sagen gibt, passt sogar in diese verfluchten 140-Zeichen-Nachrichten, die sich Tweets schimpfen. Es is’ nix los. Gar nix. Glaubt ihr nicht? Schaut selbst.

Drei kurze Absätze voll mit nichts. Wenn ihr mal nichts braucht, seid ihr hier absolut richtig.
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Moderne Philosophie des Karl Marx

March 27, 2010 · Posted in think-strange.de, welt-sicht.de · Comment 

Die Technik macht’s möglich, dass mir vor einer guten Stunde eine URL unter die Augen kam, hinter welcher sich eine Audioaufzeichnung des philosophischen Radios von WDR5 verbarg. Wenn ihr eine Stunde an diesem Wochenende Zeit habt, dann lauscht dem doch einfach mal. Hier so.

Das philosophische Radio über Karl Marx mit Michael Krätke (Sendung vom 26.03.10) on Huffduffer

Inhalt: Alles über das Werk des noch immer viel zu unbekannten Philosophen und Sozialtheoretiker Karl Marx. Als “moderner Autor” erkannte Marx schon vor über 150 Jahren, dass es zu dem heutigen Kapitalismus kommen würde, mit all seinen realen Krisen. Er erkannte auch, dass dieses System sich am Ende selbst vernichten wird. Es ist uns möglich, den Kapitalismus als “Religion” zu überwinden; wenn wir es nicht tun… who knows. Es ist eben ein Merkmal des Systems, dass es ein absurdes Eigenleben zu entwickeln scheint. Schwieriges Thema, aber sehr gut und anschaulich erklärt.

Die Aktualität seiner Thesen ist (und ich meine dieses Wort so, wie ich es schreibe) bemerkenswert, sind sie doch nichts anderes als eine exakte Beschreibung dessen, wie die Welt heute funktioniert und warum der Kapitalismus auf Lange sicht gesehen scheitern wird. Es bleibt mir nur die Frage, warum Marx nicht längst zur Pflichtlektüre für alle Menschen geworden ist? Wenigstens für alle, die mit “dem Kapital” in Verbindung kommen? Hier, zwei Bücher!

So einfach ist das, denn wir sind alle nur Rädchen in einem System, das wir weder verstehen, noch kontrollieren können. Not one bit.

Und ein Dank an @korbinian.

Universität 09/10: “Diplome! Frische, heiße Diplome! Nazis! Blöde Nazis!”

January 22, 2010 · Posted in Empfehlenswertes, think-strange.de · 2 Comments 

In genau 2 Wochen und einem Tag schreibe ich meine erste und letzte Klausur für dieses Semester. Es wäre daher Zeit, ein Fazit zu ziehen, was jedoch nicht geschehen wird. Nicht so echt. Das Bachelorstudium der Germanistik und der Philosophie meinte es wohlwollend mit mir, das Zeitmanagement bedarf weiterer Verbesserungen. Bestimmt seid ihr sehr neugierig, welche Inhalte man denn so vermittelt bekommt. Deshalb:

Eine Stichwortliste mit den Basics und Einführungen
Syntax, Morphologie, Phonologie, Gattungslehre, Lyrik, Editionstechnik, Epochen der Literatur, Mediävistik, Volksetymologie, Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, Moralphilosophie, Mitleidsethik, Staatsphilosophie, Utilitarismus. Und so. Im zweiten Semester geht’s weiter mit den Einführungen und spannendem neuen Unsinn. Was genau dort folgt, weiß ich selbst noch nicht. Genau das ist der Grund für mein Schreiben: Ich raste hier gleich völlig aus.

Dank der neuen Studienordnung benötigen die meisten meiner Vorlesungen und Proseminare eine Voranmeldung, eigentlich recht bequem online zu erledigen. Wenn denn das Vorlesungsverzeichnis vollständig wäre. Nicht nur, dass einige meiner benötigten Kurse noch nicht eingetragen sind, nein, die Veranstaltungen, die ich schon belegen kann, liegen unglaublich unglücklich. Bisher sind’s 5 Vorlesungen in 4 Tagen -- und viel mehr weiß man nicht. Lediglich, dass meine gern gemochte Philosophieveranstaltung “Einführung in die Philosophie des Geistes” bei dem eventuell-ein-wenig-legendären Prof. Dr. Heinz-Dieter Heckmann, welche ich zudem auch im kommenden Semester bewältigen sollte, mit einer meiner Germanistikvorlesungen kollidiert. Großartig, wenn einem schon im zweiten Semester das “Du musst den Bachelor aber in 6 Semester machen!” aus dem Kopf geprügelt wird, weil die Studienkoordination anscheinend dermaßen dämlich ist. Unfasslich.

Und genau in jenem Moment, in dem ich ebendiese Geschichte erzähle, erscheint eine bewusstseinserweiternde Nachricht in Skype:

diplomas_here: Degree in any field.

GET YOUR DIPLOMA TODAY!If you are looking for a fast and effective way to get a diploma,(non accredited) this is the best way out for you. Provide us with degree you are interested in. Call us right now on: +13122607939 “Just leave your NAME & PHONE NO. (with CountryCode)” in the voicemail.
Our staff will get back to you in next few days!< <<

Genau! Scheiß auf den Bachelor, ich kauf mir ein Diplom! Wobei ich nicht glaube, dass das so erlaubt ist.

Oh, a propos Stichwort: Erlaubt!
Wie mancher von euch sicher weiß, findet am 13. Februar im Dresden eine Demonstration von Nazis statt. Eine Demonstration, die anderswo als größter Naziaufmarsch Europas bezeichnet wird. Nazis, ihr erinnert euch, dieses braune Gesocks, das riecht wie Erbrochenes und auch so aussieht. Wie ihr ebenso wisst, weil es durch alle Medien ging, soll an jenem Tag auch eine Gegendemonstration stattfinden. Ihr wisst: So ganz in Ordnung ist das nicht. Manche reden von einer Ordnungswidrigkeit, andere von einer Straftat. Warum das so ist – darüber werden die wildesten Geschichten erzählt. Soweit ich es überblicke, darf man die Nazis nicht an ihrer eigenen Demo hindern, weil… keine Ahnung, Pluralismusdemokratie oderso. Und genau darum geht es:

+++ auf gar keinen Fall eine warnende WERBUNG nicht +++
Liebe Leute, ihr müsst auf gar keinen Fall am 13. Februar nicht nach Dresden fahren. Ihr dürft euch unter keinen Umständen nicht auf den Boden setzen und die netten Neonazis nicht blockieren. Ihr dürft dies auch absolut niemals nicht mit Stühlen tun. Weiterhin ist es strengstens untersagt, euren Freunden nicht davon zu erzählen und Plakate oder Aufkleber nicht zu verteilen. Ebenso ist es inakzeptabel, wenn ihr euch nicht um Fahrgemeinschaften bemüht, welche euch nie nicht zum Beispiel von Saarbrücken aus nach Dresden bringen. Und die Nazis nicht verachten und nicht bespucken, das sei euch auch verboten!

Und prominente Unterstützung wird’s sowieso nicht fernbleiben — damit das klar ist!
+++ auf gar keinen Fall eine warnende WERBUNG nicht +++

Presseecho.

Presseecho.

Damit wäre auch das geklärt. Denn, unter uns und ganz ernsthaft, Nazis gehn mal garnich. Ich würde sagen: Jetzt ist erstmal Wochenende. Ich verabschiede mich für heute mit Musik für die Revolution der guten Laune. Haunse.

“Irie Révoltés -- “Rebelles”.

Paroles en français, s’il vous plait.
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Ein Blick in die Zukunft von… mir.

October 8, 2009 · Posted in In eigener Sache, think-strange.de, welt-sicht.de · Comment 

Ich weiß genau, dass es euch lieber gewesen wäre, wenn ich euch etwas über die Lottozahlen erzählte, doch leider kann ich mit solch akkuraten Vorhersagen nicht dienen. Vielelicht wäre auch die Zukunft Deutschlands interessant, aber auch darüber habe ich mich schon genüge échauffiert. Zumal es… gut, doch ein ganz kleiner Exkurs in die allgemeine politische Lage, bevor ich dann zu unwesentlich wichtigeren Dingen komme: Moi.

Meiner Ansicht nach müssen CDU und FDP nun erst beweisen, ob sie den Wahlsieg wirklich verdient haben. Ich bin nicht ganz auf dem Laufenden, glaube aber die Koalitionsverhandlungen laufen gerade. Als guter “Verlierer” wünsche ich den beiden viel Erfolg, ob sie das Volk wirklich zu Wohlstand und Bildung führen können. Sie haben mitunter die härteste Aufgabe und an Platz 2 steht die SPD. Da geht’s drunter und drüber, jeder gegen alle und keiner für nichts. Wenn die Partei nicht in 100 Jahren nur noch in den Geschichtsbüchern stehen möchte, muss sie sich neu orientieren und die Linke bietet sich an. “Wir waren nie der Teufel, wir sind nur rot.”

Die Grünen und die Linke… sind zwei Sonderfälle. Die Grünen sind ja nicht schlecht, doch ihr Programm überzeugt noch nicht. Zudem leidet die Partei genau wie die SPD unter der Agenda 2010, weshalb auch die Ökopartei sich neu -und vermutlich links- orientieren wird. Und “wir Linken”? Wir sehen, wie unsere Politik beim Volk angekommen ist, wie “das Tabu” bröckelt. Wir werden uns intensiv mit SPD und Grünen auseinandersetzen, denn wir bilden nun eine Opposition. Sind wir ehrlich: In schwarzgelben Zeiten ist genau das, was wir brauchen, eine starke Opposition. Ich hoffe, dass Deutschland sich nicht so nah am zivilisatorischen Abgrund befindet, wie ich das immer behaupte. Linke Ideen werden sich auch weiterhin verbreiten und das umso mehr, je schlechter die Politik von CDU, CSU und FDP ausfällt. Insofern sehe ich bedauerlicherweise gute Chancen für eine rot-rot-grüne Bundesregierung in 4 Jahren. Genug davon.

Wisst ihr, was in 4 Jahren noch geschehen sein wird? Der Weltuntergang 2012? Ja, der auch, aber nein, ganz anders. Kommt ihr nie drauf. Es sei denn, ihr…
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Der schwere Stand eines linken Bürgers: “zomfg, SED!!1″ – Vorurteile entkräftet.

September 19, 2009 · Posted in think-strange.de, welt-sicht.de · 4 Comments 

Die Wahl rückt unaufhaltsam näher und ich nehme immer mehr wahr, welch schweren Stand man doch in der Gesellschaft hat, wenn man linke Positionen vertritt oder gar der Linken angehört. Ich gebe zu, dass nicht alle Ideen der Partei auch meinen eigenen Vorstellungen entsprechen; unter der Prämisse, dass man immer Kompromisse eingehen muss, ist dies vertretbar. Was in letzter Zeit immer häufiger angesprochen wird, ist, dass die Linke ja doch nur die SED mit neuem Namen sei. Sie sei verfassungsfeindlich. Sie sei böse. Wirklich schockierend daran ist eigentlich nur, dass diese Vorwürfe wirklich geglaubt werden. Beginnen wir mit der SED und einem Zitat des Bundesschatzmeisters der Linken, Karl Holluba vom 28. April 2009:

“‘Die Linke’ ist rechtsidentisch mit der ‘Die Linkspartei.PDS’, die es seit 2005 gab, und der PDS, die es vorher gab, und der SED, die es vorher gab.”

Ui, da gestehen wir alles. Rechtlich gesehen ist das wohl auch stimmig, da es keine Neugründung der ‘die Linke’ gab. Weiterhin ist’s ebenso richtig, dass -je nach Angabe- zwischen 60% und 90% der Mitglieder der Linken ehemals in der SED waren. 90%? Ja, ich glaub’s auch nicht, doch die Medien erzählen’s so. Für den westdeutschen Normalbürger ist dies nicht einfach hinzunehmen und ich selbst bin der Meinung, dass nicht jede Strömung in der Partei wirklich erfreulich ist. Sollte ich deshalb der Partei den Rücken kehren? Ganz im Gegenteil! Politik ist etwas, das man beeinflussen kann. Viele Menschen glauben nicht mehr an Veränderungen oder sind mit dem aktuellen Stand der Leistungsgesellschaft zufrieden – wer könnte es ihnen verübeln. Und dann die Linke, die SED!

Do I like Kirk or do I like Picard?

Ich sehe den Sachverhalt gänzlich anders: Wir brauchen ein gesellschaftliches Umdenken. Vielleicht ein wenig unpolitisches Vorgeplänkel: Ich bin ein alter Trekkie. Die Zukunft, welche dort geschildert wurde, hat mich immer sehr beeindruckt. In aller Kürze erklärt: Eine Welt ohne Armut, ohne Kriege und ohne – Geld. Die Philosophie dahinter war, dass die Menschen für das Wohl der Menschen arbeiten und nicht zur persönlichen Bereicherung, eine wahnwitzig-utopische Vorstellung. Welche aber imponiert, so ganz realistisch betrachtet: Stellt euch eine solche Welt einmal vor. In der man zur Arbeit geht, sich bildet, Waren und Dienstleistungen bereitstellt, nur damit es der Menschheit besser geht. Konflikte werden nach Möglichkeit durch Diplomatie gelöst, der Einsatz von Waffen kommt nur in sehr notwendigen Fällen vor. Es gibt keine Armut, keinen Hunger, keine Benachteiligung durch die soziale Herkunft.

Oh, ein Trekkie! Ja, eine wundervolle Welt, erzähl mir doch bitte mehr über die Veränderung der ganzen Welt (* Sternchen) – sehr viel Text innendrin.
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