Persistente Welten II
Ein riesiger Nachteil für mich als Blogger ergibt sich daraus, dass ich “casual” geworden bin: Während ich früher sehr regelmäßig spannende neue Dinge, neue Loots, neue Encounter sah, ist es mir heute nicht einmal mehr möglich, annähernd so regelmäßig darüber zu berichten. Ich sehe stattdessen nur selten Instanzen von Innen (…und das Oculus bis heute nicht), meine Rüstung ist seit einiger Zeit unverändert und bis ich in Ulduar auf den Putz haue, vergeht noch eine Weile. Als schreibwütiger Mensch weiß ich mir natürlich zu helfen; dazu kommt es nicht ungelegen, dass ich nun 3 Blogs in Einem habe. Eine andere Methode ist das “Sich-Inspirieren-Lassen”, von manchem Dilettant auch als “Ideen-Klau” bezeichnet. Heute muss mein Lieblingsopfer LunaHexe wieder dran glauben, denn es geht um persistente Welten in MMOs. Den “ersten Teil” gibt’s demzufolge bei der geschätzten Konkurrenz.
Zum eigentlichen Thema moniert mein Inspirant dieses:
Der Unterschied zwischen einem Multiplayer-Modus und einem MMO liegt ua in der “persistenten Welt” dH die Welt “bewegt sich weiter” auch wenn ich mich auslogge. In der Zwischenzeit kommen mir aber Zweifel ob dieses Kriterium für das Produkt des Monopolisten noch zutrifft.
Zunächst einmal halte ich es für unstrittig daß ein WoW immer statischer war als Vergleichsprodukte. Erst mit dem (…) “Phasing”, das mit WotLK ins Spiel Einzug gehalten hat, versucht man es etwas dynamischer zu gestalten. Wenn die Welt aber an sich statisch ist (…) dann muß man anderweitig für die “Welt-Dynamik” sorgen.
In 2005/2006 ist das durchaus passiert … durch Content-Patches. (…) In der Zwischenzeit gibt es jedoch faktisch keine Content-Patches mehr.
Persistente Welten sind -und das ist auch unstrittig- erstmal eine großartige Idee, die das Gefühl einer “virtuellen Welt” enorm verstärkt. Es ist leider richtig, dass Blizzard die Spielepolitik zu World of Warcraft gänzlich verändert hat: Während in “Vanilla” noch sehr regelmäßig in Abständen von wenigen Monaten Content erschien, brach bei Burning Crusade dieser ständige Contentzufluss ein – und bei Wrath of the Lich King sieht’s aktuell nicht wirklich anders aus, trotz Patch 3.1 (“Ulduar”), der wohl gigantisch wird.
Ich halte diese Entwicklung für beunruhigend, denn Wachstum erreicht man nur/auch (unzutreffendes streichen) durch “mehr”; Stagnation ist der Todfeind von fast Allem. Oder: “Nicht mehr” führt unweigerlich zu “weniger”. Dieses “Mehr” an Content (weniger-spielspezifisch: Inhalt), war mitunter ein Grund, warum die Community zu World of Warcraft ständig nur wuchs, jahrelang. Leider bekommen Content-Designer keine Zeit, sich auf ihren Lorbeeren auszuruhen, wobei man nicht vergessen darf, dass der Mehrinhalt nicht in hohem Maße komplex sein muss. Ich erinnere dabei immer gerne an die “Elementarinvasion”, meinem Lieblings-Random-Event (weil einziges Random-Event).
So viel Text, so tolle Ideen! Blizzard hat schon einmal bei mir geklaut, vielleicht finden auch diese Ideen ihren Weg in die Spieleschmiede. Und ihr könnt live dabei sein!
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Wenn der aSak 2x levelt…
Zuerst: Schön, die Seite läuft wieder. Ich habe keine Ahnung, wo sich der Fehlerteufel eingeschlichen hatte, aber mir scheint, dass sich das Problem mehr oder minder von alleine gelöst hat. Deshalb – willkommen zurück.
Wenn ich ein wenig Zeit habe, versuche ich natürlich, meine Charaktere irgendwie auf die Maximalstufe zu bringen; außer meinem Krieger hat diese in fast 4 Monaten noch keiner erreicht. Vor 2 Jahren hätte ich mich selbst als Casual belächelt, aber mir scheint, dass das gar nicht so schnell geht, wie viele Spieler behaupten. Als ich die Gebiete alle das erste Mal sah, war ich übermäßig begeistert: Neuer Content, spannende neue Quests, gute Stories, großzügig angelegte Architektur und eine sehr interaktive Umgebung. Doch schon bei meinem zweiten Charakter, dem Druiden, fange ich an, stutzig zu werden,…
Dieser befindet sich seit gestern auf Stufe 75. Dank Moonkin, Baumrinde, Sternenregen und sonstigem AE klappt das Bomben von Gegnern fast stressfreier, als es mit dem Magier bisher der Fall war. Aber es kommt mir vor, als hätte ich eine zähklebrige Masse unter den Hufen, als käme ich nicht vom Fleck. Und ich weiß nicht, woran das liegt! Oder besser: Ich kann mich nicht entscheiden!
Sicherlich spielen dort viele Faktoren eine Rolle, unter Anderem auch, dass ich eben die Effektivität von BC heute nicht mehr habe. Dort kannte ich jede Quest, jeden Winkel, jeden NPC. Selbst mit QuestHelper oder Carbonite kann man diese selbsterschaffenen Erfahrungen nicht kompensieren. So kommt es, dass ich mit meinem Druiden so viel laufe, so viele Orte abklappere und dabei eine grauenvoll schlechte XP/h abgreife. Das ist nicht so schlecht, wie “damals”, als wirklich jedes Gebiet noch überfüllt war, aber es ist auch nicht wirklich prickelnd. Hm.
Wer will schon lesen, warum der aSak wieder über’s Leveln nörgelt…
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