Wroom, wroooom.
Ich habe es ja schon des Öfteren festgestellt und erfreue mich immer wieder daran: World of Warcraft bietet einem Casual-Gamer endlosen Content. Jedoch weniger in Form von nützlichen Items und regelmäßigen Raids, als viel mehr durch Prestige. Das ist’s nämlich, worum sich am Ende alles dreht, damit man als Spieler in Dalaran stehen und sich bewundern lassen kann. Früher, als es noch T0(,5) gab, war das ein recht einfaches Unterfangen: Chars mit blauem Equip waren schon Halbgötter, wer epische Rüstungen trug, hatte kein Leben oder war ein unglaublicher Glückspilz. Ganz klar.
Heute ist das alles ein bisschen komplizierter, epische Items gibt’s an jeder Straßenecke und Instanzen in weniger als 2 Stunden zu leeren, wird von vielen als eine Art Schande angesehen. Um in einer solchen Welt als Casual seinen guten Ruf zu wahren, benötigt man zeitlose Items, die mit dem nächsten Reset nicht verkauft werden, sondern höchstens auf der Bank landen, damit man im Inventar ein wenig Platz hat. Ob man’s nun glaubt oder nicht, aber solche Dinge gibt’s zu Hauf, in den verschiedensten Formen: die epische Angel der Kalu’ak, die Kochmütze, seltene oder teure Pets und Mounts, Titel… die Liste ist quasi nicht zu beenden.
Nun liest man leider immer wieder, dass solche Dinge keinen Wert haben und -man lasse es sich auf der Zunge zergehen- an Wert verlieren, je mehr Spieler ein solches Prestige-Item besitzen. Als wäre ein Mercedes weniger wert, wenn viele Menschen ihn fahren – dennoch scheint es der allgemeine Konsens zu sein. Und obwohl mir so mancher davon abgeraten hat, habe ich mir mein Ziel gesetzt: Mein eigener Feuerstuhl. Nicht irgendeiner, nein, mein eigener, gebaut von meinem eigenen Char, mit Materialien, die mit meinen eigenen virtuellen Händen zusammengetragen wurden.
In aller Kürze: Geschafft! Mühe und Strebsamkeit in Form eines knatternden Gefährts vereint!
Doch – was muss man denn dafür tun? Sicher, es wäre “einfach”, rund 18.000 Goldstücke zu sparen und sie im Auktionshaus einem fremden Ingi in den Rachen zu werfen. Hätte ich das aber tun wollen, so hätte ich mir wohl eher ein Tundramammut gegönnt. Nein, ein Chopper sollte es sein und ein Chopper ist’s geworden – und das ist der beschwerliche Weg eines Casuals zu seinem Glück.
Ehm, ja, lesen!
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