Zwischen Staat und Privatwirtschaft: die Deutsche Bahn.

March 8, 2010 · Posted in think-strange.de, welt-sicht.de · 3 Comments 

Trotz der Wirtschaftskrise hat die Deutsche Bahn laut einem Pressebericht im Geschäftsjahr 2009 einen überraschend hohen Gewinn in Höhe von etwa 1,8 Mrd. Euro einfahren können. [Quelle]

Der Umsatz der Deutschen Bahn sank 2009 um rund zwölf Prozent auf 29,5 Milliarden Euro, sagte Bahnchef Rüdiger Grube, der “Financial Times Deutschland”. [Quelle]

Während viele Menschen in Deutschland der Privatwirtschaft huldigen, gibt es dennoch Momente, in denen man Zweifel an der Privatisierung von ehemals staatlichen Unternehmungen haben darf: Herzlich Willkommen in den Zügen der Deutschen Bahn. Die Historie in aller Kürze… oder besser nicht. Wir erinnern uns einfach: Früher war die Bahn in staatlicher Hand, heute ist sie ein “privatrechtlich organisiertes Staatsunternehmen“. Oh und Ach, wie viele Schwierigkeiten haben sich im Laufe der Zeit aus diesem Wandel ergeben!

Verstaatlichung zu fordern ist schwer, selbst für einen linken Wirrkopf wie mich, doch die Puzzleteile lassen kaum einen anderen Schluss zu. Es mag daran liegen, dass die mediale Berichterstattung back in those days nicht so ausführlich und flächendeckend geschah, wie das heute der Fall ist; Fakt ist aber, dass negative Schlagzeilen der Bahn in den letzten Jahren weit häufiger waren als zuvor. Dabei ist es schon schwer, einen Anfang zu finden: das unmenschliche und outgesourcte Personal? Die berliner S-Bahn? Unsichere ICEs (auch im Winter 2010/11!) ? Die Ära Mehdorn mit ihren Stasi-Methoden? Hierbei handelt es sich nur um die Dinge, die einem ohne Verzögerung in den Kopf schießen, ganz ohne Recherche!

Und dann diese heutigen Schlagzeilen: Gewinn steigt, Umsatz sinkt. Conclusio: Es wird an echten Investitionen gespart. Wer braucht schon sichere Züge, hauptsache der Gewinn fällt ordentlich aus. Darin liegt der größte Unterschied zu früher: Als die Bahn noch in staatlicher Hand war, war das Unternehmen bestenfalls ein Nullsummenspiel; die Privatisierung hat die Bahn lukrativ gemacht — auf Kosten der Fahrgäste. Oh, ja, stimmt, Kosten, die Preise für eine Bahnfahrt sind in den letzten 10 Jahren ebenfalls explodiert. Wer dafür allerdings mehr Service erwartet hat, der wurde bitter enttäuscht.

“Mit wenig Aufwand viel kassiert, am Kundenwunsch nicht interessiert.” — eh, mehr lesen?
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Arthas: Wünsch dir was!

April 5, 2009 · Posted in epixxloot.de · 2 Comments 

Eine der tollsten Sachen an Wrath of the Lich King ist ja, dass der Story um Warcraft wieder mehr Beachtung geschenkt wird. Weniger abgefahrene rosa Ufos sind schön, richtig genial ist’s aber… – Ich fang nochmal an. Illidan, neben Kil’Jaeden, war bekanntlich der Meister von Burning Crusade. Er wurde erst später mit dem Black Temple dazugepatcht und während der gesamten Levelperiode von 60 bis 70 bekam man ihn nicht zu Gesicht. Kein – einziges – Mal.

Für ein Gros der Spieler bedeutet das, dass sie Illidan (bis heute!) nicht im Spiel angetroffen haben. Sie haben nicht seine Adds bekämpft oder ihn als Dämon fliegen sehen. Diese Situation brachte Spieler schon früh dazu, zu bemängeln, dass (gerade der spannende) Content nicht für alle Spieler zugänglich ist. Dabei ist das doch eigentlich nichts Neues, Ahn’Qiraj und (40er) Naxxramas waren auch nicht immer gut besucht. Der Unterschied von damals (“1.12″) zu damals (“2.4″) ist ein banaler: Die Spielerzahl. Während man in Vanilla meist von 6 Millionen Accounts sprach, waren’s bei Burning Crusade schon über 10 Millionen (wenn man den Zahlen glauben kann). Dass es sich dabei nicht um 4 Millionen Raider handelt, sondern eher um Casuals, die sogar mit den (gelungenen) TV-Spots gelockt wurden, lässt sich zumindest spekulieren.

Obwohl Blizzard nicht in jedem Fall auf seine Kunden hört, wurde das Gejammer irgendwann wirklich groß. Das führte dazu, dass man beschloss, doch einmal ein Auge auf die Community zu haben, maßgeblicherweise auf die amerikanische. Und das bringt uns dorthin, wo wir heute sind: Jeder Spieler kann Arthas sehen! Immer wieder, in den schönsten Questreihen fast überall in Nordend. Man hat ihn quasi immer im Nacken! Prinzipiell ist das sehr stimmig, aber als ich die am Ende der Drakuru-Geschichte den Fiesling nicht einmal selbst töten durfte, weil Arthas mal wieder auf seinem Egotrip war… es hinterließ einen bitteren Nachgeschmack. Es ist schön, dass Blizzard wieder ein Stückchen “back to the roots” ging, was die Storyline betrifft, aber ein bisschen mythischer hätte man Arthas sicher belassen können. Oder nicht?

Wie Spielerwünsche auch nach hinten losgehen können, erfahrt ihr mit einem Klick auf…
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