Wenn man sich eine ganze letzte Woche…
…noch einmal durch den Kopf gehen lässt, muss man schon sagen: Yo, alles Mist. Ich wollt’ ja schon früher schreiben, aber dann kommt man doch nicht dazu und am nächsten Tag gibt’s schon wieder was Neues. Ich beschränke mich daher wohl am Besten auf gestern, ich glaube das wird reichen. Das Erste, an das ich mich spontan erinnere, war dieses Dings mit den Ärzten, ehm, der Deutsche Ärztetag.
Im Prinzip ist der moderne Arzt ein nettes Kerlchen, das im Phänotyp variiert – Krankenhaus- und Praxisarzt. Jörg-Dietrich Hoppe, el Jefe von dem ich bisher eher wenig gehört habe, ist ersterer; umso verwunderlicher, was der gute Mann und seine Ärztekollegen alles fordern. Da ist von einer Prioritätenliste die Rede, weil man zu wenig Geld habe, um alle Menschen zu versorgen. Eine Prioritätenliste!
In der Theorie finde ich das ziemlich ekelhaft, in der Praxis noch schlimmer. (Na, wer findet das Wortspiel?) Es mag ja sein, dass manch einer nicht wegen jeder laufenden Nase gleich zum Doktor rennen sollte, aber darf man deshalb sagen: “Geh weg, dich behandeln wir nicht, du bekommst keine Medikamente?” Witzig ist ja auch, dass sich ein solches System immer zum Nachteil der Betroffenen entwickeln wird: Während im Moment bei so einigen Patienten ihre Behandlung schon von ihrem Geldbeutel abhängig ist, wird hierbei noch die Komponente “ist die Behandlung sinnvoll” eingeführt. Harmlos, eigentlich, oder nicht?
Was glaub ihr denn, welche Krankheiten auf der Prioritätenliste ganz unten stehen werden? Schnupfen, ja, richtig. Weiter?
Wer rät, auf was ich hinaus will, bekommt einen Butterkeks. Außerdem heute: Das Grundgesetz wäre 60 geworden, die Phoenix-Runde “Warum trinken Jugendliche sich ins Koma” -die erste Sendung seit langer Zeit, bei der ich vor dem Ende weggeschaltet habe, weil… seht ihr dann-, … sehr viel Text eben. Und bewegte Bilder!
Bitte, bitte weiterlesen. “Wenn ich schon so viel schreib’, kannst du auch so viel lesen, Arsch!”
Read more
Über die Irrwege der Legislative in Deutschland
Der Inhalt dieses Blogs beschränkt sich zumeist nur auf meine Freizeit, eher selten werde ich politisch, auch wenn ich es sollte. In der letzten Woche habe ich allerdings von so vielen verschiedenen Gesetzen und Regelungen hören, dass ich mich aufregen muss, hier, sonst explodier’ ich! Ich weiß nicht einmal, wo man am Besten anfängt! Mh, Besteuerungsunfug ist ein tolles Wort.
Für Lebensmittel gilt bekanntermaßen der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von 7%. Nehmen wir als Beispiel einen in meiner Nähe ansässigen Partyservice. Jener bietet das Gut “Lebensmittel” mit dem Gut “Dienstleistung” an, welche aber mit 19% zu besteuern ist. Dass sich das früher oder später in die Quere kommt, kann man sich denken. Wie absurd es aber wirklich ist, das vermag man sich kaum auszumalen. Liefert der Partyservice nur die bereits angerichtete Nahrungsauswahl, gilt der verminderte Steuersatz; gibt er zu dieser Lieferung Nicht-Einweg-Besteck und Gläser mit, greifen 19% weil die Dienstleistung überwiegt. Mehr noch!
Liefert der Partyservice das Essen mit Einwegbesteck, gibt sich aber am Lieferort noch die Mühe und richtet es appetitlich an, so überwiegt ebenfalls die Dienstleistung. Umgehen kann man dies mit einem witzigen Trick: Man lädt einen Angestellten des besagten Partyservices als Gast ein. Als solcher steht es ihm natürlich frei, beim Aufbau zu helfen – und so greifen wieder nur 7% Mehrwertsteuer. Muharr.
Doch nicht nur bei Bringdiensten greifen diese mehr oder minder absurden Regelungen. Wenn man an einer Imbissbude eine Currywurst zum Mitnehmen bestellt, bezahlt man 7% Mehrwertsteuer; hat man jedoch vor, sie direkt an der Imbissbude zu verzehren – 19%, Dienstleistung. Wollte man dem deutschen Staat schaden, so könnte man eine Wurst zum Mitnehmen bestellen und sie im Anschluss doch gleich futtern – wie unglaublich böse! Das lässt sich natürlich auch umdrehen, falls man dem “Dienstleister” schaden möchte. Wenn man es sich ins Gedächtnis ruft, ist fast jedem schon einmal aufgefallen, dass man im McDrive nur 7% Umsatzsteuer zahlt und im “Restaurant” 19%, auch wenn hier die Dienstleistung klar erkennbar ist. So muss das dann auch sein, bestimmt.
Und das ist nur eine von vielen sehr merk- und fragwürdigen Regelungen. Kommt schon, ihr seid doch auch neugierig und wenn’s woanders gleich wäre, würden wir uns drüber lustig machen!
Read more







