Der Mangel an Überraschung
Ich hab’s! Ich habe mich für herausgefunden, was der größte Unterschied zwischen Classic und Wrath of the Lich King ist: Der Mangel an überraschenden Ereignissen und die daraus resultierende fehlende Neugier. “Bitte, wie?” Die Erleuchtung kam mir bei einer zu Vanilla-Zeiten unvorstellbaren Tätigkeit, der Jagd auf rare Mobs für mein “Gnadenloser Spürhund”-Achievement. Obacht.
Ich befand mich gerade im Norden von Zul’Drak, nahe der Instanz, als mir die vielen kleinen Tempel ringsum auffielen. Immerhin sind sie wirklich schön vom Design, nett anzusehen, aber… ich verspürte keinen Drang, ihre Inneneinrichtung unter die Lupe zu nehmen. Ein kurzer Moment der Klarheit, der durch meinen Kopf schoss: World of Warcraft ist entmystifiziert. Damit meine ich nicht, dass es “nichts Neues” mehr bietet, nein, davon gibt’s wahrlich eine Menge. Ich glaube, dass der ursprüngliche Forscherdrang, den man als Spieler der ersten Stunde noch kennt, zu Gunsten von “Zugänglichkeit” gänzlich verloren gegangen ist.
Es ist nicht ganz einfach, das zu erklären, also versuche ich’s zu konkretisieren. Nehmen wir die Einführung der Questanzeige auf der Minimap als erstes Beispiel; ein Feature, das mit Burning Crusade seinen Einzug in die Scherbenwelt fand. Ohne Zweifel ist’s ein nützliches Feature, Quests zu übersehen wird damit fast unmöglich und ich will nicht sagen, dass ich es missbillige. Jedoch ist’s einer der Faktoren, welcher Neugier zu Gunsten von Wissen tauscht. Gehen wir dazu noch weiter zurück in BC, zu der Zeit bevor das Feature eingeführt wurde. Es gab dort Zeiten, da ritt (oder flog) man durch die Welt und entdeckte, sagen wir, eine Höhle, die einem bis zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt war. Die direkte Konsequenz aus der Entdeckung war die Neugier, denn “vielleicht befindet sich ja in genau dieser Höhle eine unsagbar spannende und lohnenswerte Quest”. Schließlich kämpfte man sich bis in ihre Tiefen, sah sich jeden Winkel auf der Suche nach Schätzen genau an… und wurde eventuell enttäuscht: Keine Quests, keine besonderen Gegner, kein Loot.
Vielleicht war’s nicht immer ideal, aber ich erinnere mich an viele Momente in Vanilla und auch noch BC, in denen ich mich durch Höhlen, Gebäude oder Sonstiges prügelte, in der Hoffnung, den ultimativen Fund zu machen; dabei sah man als Spieler viele, wenn auch nicht zwingend beeindruckende Dinge. Schnitt, heute: Wir fliegen (oder reiten) über die Landschaften hinweg, sehen eine Höhle (oder -wie in meinem Fall- eine Menge Tempel), werfen einen Blick auf die Minimap, erkennen “aha, darin gibt’s nix” – und ziehen weiter. Die Folge: Der Designer, der sich Stunde um Stunde mit dem Tempel beschäftigt hat, wird nicht einmal zur Kenntnis genommen, die Mystik des Verborgenen tritt gar nicht erst in Erscheinung. Hm.
Doch das ist nur der Anfang! World of Warcraft existiert heute zur Gänze ohne Überraschung und das… überrascht mich. “Mehr Text, bitte.”
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Karazhan: Alles beim Alten.
Lange habe ich nichts mehr über Karazhan beziehungsweise über die Raids unserer Gruppe geschrieben. Dafür gibt es einen Grund: Es passiert gar nicht so viel in letzter Zeit. Ein paar kleine Sachen möchte ich aber doch erwähnen.
- Zum Einen wäre da dies: Wir haben Karazhan noch immer clear – welch Wunder! Zwischen 2 und 3 Raidtage brauchen wir leider noch, am ersten Abend liegt (für gewöhnlich) alles außer dem Prinzen Malchezaar und Nightbane, am zweiten Tag dann diese beiden. Sollte der erste Tag länger dauern als geplant, d.h. mehr als 4h, so schieben wir meist noch einen dritten Tag ein. Immerhin können wir es uns noch leisten, denn Gruul haben wir (noch) nicht angegangen.
- Was mich zum Drachentöter führt: Die Planungen… jaja, ich weiß, ihr kennt das alles schon, bla bla, sind in der Aufbauphase, bla. Da wir 2 fast komplett unterschiedliche Gruppen (mit unterschiedlichen Tagen etc) koordinieren müssen, geht es im Moment noch etwas schleppend voran. Ich hoffe, dass morgen bereits ein erster Termin in naher Zukunft angesetzt wird, wollen doch sehen, wie viele Leute sich anmelden. Das größte Problem dabei wird wohl nicht der Tag sein, sondern dass wir verdammt viele Melees dabei haben; aber wen interessieren schon konventionelle Gruppenzusammensetzungen. Doch dazu morgen mehr, oder so.
- Wieder zurück nach Karazhan. Nightbane bereitet uns noch immer Schwierigkeiten, auch wenn wir ihn schon 3x erfolgreich besiegen konnten – die Zwischenphasen mit den Skeletten machen uns noch zu schaffen. Dafür haben wir aber (um wieder auf die unkonventionellen Taktiken zurückzukommen) nun unsere 2 Schurken, einen Magier und einen Hexer abkommandiert. Siehe da: Plötzlich funktioniert das wie am Schnürchen. Wenn wir dies wiederholen können, dann haben wir Karazhan bald wirklich auf Farmstatus. Ok, bis auf Siechhuf, Nightbane und Malchezaar trifft dies auch jetzt schon zu.
- Ja, ihr lest richtig: Der Prinz macht uns Probleme. Eigentlich ist es weniger der Boss an sich, als der Gesamtencounter, der uns manchmal zum Wahnsinn treibt. Irgendwie haben wir in den letzten Wochen verdammtes Pech, was die Landung der Elementare anbelangt, von 1%-Wipes bis hin zu “wir haben ihn nicht einmal angekratzt” war alles dabei. Aber eigentlich muss er sich jede Woche geschlagen geben, aber so ein netter Tod im ersten Versuch wäre schon mal wieder wünschenswert.
- Nur eine kurze Notiz am Rande: [item]Schild der undurchdringbaren Dunkelheit[/item] < meins! Ha! Seit heute!
- Es gibt aber auch eine schlechte Nachricht: Unser zweiter Tank und mein treuer Glücksbringer “Mugnin” verlässt uns für eine Weile. Genauere Gründe sind nicht bekannt, aber wir werden ihn stark vermissen, da er wohl überhaupt nicht mehr online sein wird. Nicht nur, dass ein sehr guter Mensch und Tank uns damit leider (hoffentlich nur temporär) verlässt, nein, es fehlt uns irgendwie auch einfach ein zweiter Tank, um es egoistischer auszudrücken.
Nach zwei Tagen des Grübelns fanden wir… ja, was? Einen Ersatz? Ich denke nicht, dass diese Fußstapfen so leicht zu füllen sein werden. Aber einen anderen zweiten Tank, den wir für diverse Encounter in Karazhan nun einmal brauchen: Herzlich Willkommen, Feraldruide “Anderl”. Damit müssen dann auch endlich nicht mehr alle Druidenitems gesplittert werden, auch wenn ich die lilanen Verzauberermaterialien wirklich mag. Dazu kommt ein Druidenbuff für unsere Gruppe, auf den wir bisher verzichten mussten. Fast also keine schlechten Vorzeichen, aber das alles wird sicherlich ganz gut werden, Druiden schaden nie. Meistens.
Was dich, Mugnin, anbelangt -insofern du das liest-: Pass auf dich auf und die ganze Gruppe wünscht dir viel Glück und Erfolg beim Lösen deiner Sorgen und Nöte. Mach keine Dummheiten und komm wohl behalten zurück, wann immer du denkst, dass diese Zeit gekommen ist.
Ja, eigentlich waren das bisher alle Neuigkeiten, auch wenn daran nicht viel “neu” und noch weniger vorhanden “igkeiten” sind. Wie gesagt: Bald geht es in Richtung Gruul, auf dass wir die nächste Instanz clearen. Und danach SSC, TK, Hyjal und BT. Oder so. Wir bleiben zumindest dran, soviel steht fest.
Mein Druide, Ocas, ist zur Zeit übrigens auf “Wilder Kampf” geskillt. Aber darüber kann ich nichts schreiben, weil ich sonst meine Glaubhaftigkeit als Feral-Hasser verliere. Diese leidet immerhin schon durch Anderl. Verdammt!
Karazhan: Kurz notiert.
Wir sind wieder dazu übergegangen, nur 2 Tage in der Woche zu raiden. Der Grund: Weil wir’s können. Gestern fielen in knapp 4 Stunden und 30 Minuten Attumen, Moroes, die Maid, das Theater, der Kurator, Siechhuf, Aran, Nethergroll und das Schachevent. Bleiben uns für Dienstag also nur noch der Prinz und Nightbane.
Und den zweiten Versuch beim Prinzen habe ich souverän in den Sand gesetzt. Wäre der Abend nicht so erfolgreich gewesen, hätt’ ich mich selbst aus dem Raid gekickt. Meine Fresse, war ich blöd, als ich meinte, spontan durch die Area von 2 Elementaren durchlaufen zu müssen – grundlos.
Karazhan: Clear.
Eigentlich sollte der Titel einer Nachricht ja nicht schon gleich die Pointe verraten, aber ich möchte in diesem Fall doch einmal eine Ausnahme machen. TC1Kara1 hat Karazhan am 17. Juli 2oo7 um etwa 23:00 Uhr gecleart, will heißen: Der letzte von uns noch nicht getötete Boss -Nightbane, oder auch Schrecken der Nacht- wurde zum ersten Mal besiegt. Geil, oder? Und die Loots sind auch mehr als ansehnlich: [item]Schuppenbrustplatte des Blutbads[/item] und [item]Glutdorntalisman[/item].
Um das jedoch wirklich genießen zu können, verfolgen wir einfach den Aufstieg unserer Gruppe, der eine lange Zeit, viele Nerven und ne Menge Disziplin gekostet hat. Daher hier einmal der Zeitplan, den unsere Gruppe so hingelegt hat – frei nach meinen eigenen Notizen:
- Irgendwann Ende März 2oo7: 1o tapfere Spieler wagen sich zum ersten Mal nach Karazhan. Obwohl das Lineup noch nicht das endgültige ist, liegt Attumen am allerersten Abend. Einer der Kellerbosse muss auch irgendwann zwischen Moroes und Attumen sein Ableben… feiern? Whatever.
- Am 5. April, etwa 2 Wochen nach dem ersten Toten in Karazhan fällt Moroes, der uns mehr als nur ein bisschen eingeheizt hatte – schließlich machen wir fast alles mit unseren ganz eigenen Taktiken, die wir für unsere Gruppe auch brauchen.
- Nachdem wir über 3 Wochen an der Maid knabbern mussten (und sie schmeckt nicht wirklich gut), haben wir “unsere” Taktik auch hier – am 1. Mai muss sie sich geschlagen geben. Bisher raiden wir schon über einen Monat Karazhan, mehr oder minder erfolgreich.
- Unser erstes Theaterevent stand ein oder 2 Wochen danach an, der große Böse Wolf – also nicht das Event an sich, sondern unser Sieg über dieses. Nach und nach gesellen sich auch die anderen dazu: Zuerst Romeo und Juliet und als letztes Event durften wir den Zauberer von Oz kennenlernen – das war am 31. Mai, also wieder fast einen Monat später.
- Der Kurator musste sich wesentlich früher geschlagen geben: Bereits am 22. Mai wurde dieser bezwungen, nach nur einem Tag der Übung.
- Dieser Sieg wurde allerdings auch gleich gefeiert und am gleichen Tag schiebt sich das Schachevent zu unserem Firstkill – dabei wussten wir nicht einmal den Weg dorthin. Ja, wir wunderten uns sogar, wie viele Timer auf dem Weg dorthin starten – Siechhuf, Aran und Nethergroll.
- Wieder gute 2 Wochen später, am 12. Juni, schafften wir es zum ersten Mal, die Adds von Aran unter Kontrolle zu bringen und damit den nächsten Boss auf unserer Liste zu besiegen. Mittlerweile machen wir diesen ganzen Teil -Attumen bis Aran und Schachevent- an einem Abend in etwa 4 Stunden.
- Und wieder 2 Wochen, bis der offizielle Endboss von Karazhan, Prinz Malchezaar, ins Gras beißen musste; auch wenn es dort kein Gras gibt. Aber wir sind ja nicht wählerisch und so lag in einem sehr souveränen Versuch am 27. Juni ebendieser.
- Ab nun überschlagen sich die Ereignisse: Eine Woche später, am 2. Juli, stirbt Siechhuf, unter Todeseinsatz unseres Hexers Unmeix und Magiers Elâzar. Irgendwie stellten wir uns dies schwerer vor, und auch wenn wir den Boss noch nicht auf Farmstatus haben (denn so weit würde ich dann doch noch nicht gehen), ist ein weiterer Kill unser.
- Nur einen Tag danach, am 3. Juli, zeigt unsere Gruppe, wie gut ihre Koordination sein kann – Nethergroll stirbt. Das wichtigste, wie wir schon seit dem Anhalter wissen: Keine Panik.
- Ein Boss noch. Nur einer, Nightbane. Schwer zu besiegen, sagen alle. Richtig heftig, sagen noch mehr Leute. Und so arbeiten wir mehr oder minder motiviert daran, denn “bis hierhin sind wir schon gekommen”. Und ja, ja, ja! Heute liegt er, am historischen 17. Juli – wieder 2 Wochen nach unseren letzten Firstkills.
Einen detaillierten Kampfbericht werde ich demnächst veröffentlichen. Dann erfahrt ihr auch, warum Nermy noch immer einen Totenkopf über dem Schädel hat.
Boah, ich bin wirklich stolz auf unsere Gruppe. Und ich glaube, auch Gruul und Raufgar werden wir eines Tages -in naher Zukunft- so souverän besiegen. Mein Dank gilt hiermit allen, die uns dorthin gebracht haben, wo wir nun sind – in einem leeren Turm. In einer nicht-sortierten Reihenfolge sind das:
Dazu gesellten sich im Laufe der Zeit auch einige Helfer, die nur selten mitkamen, aber dennoch einen Gruß als Minimum verdient haben: Pharsoras, Marquya, Discoprayer (der vor Mugi der 2. Tank war, wenn auch nur sehr kurz), Dredblood, Gremnon, Louize, Destructiva und Elprisi.
Ich hoffe, ich habe niemanden in dieser Lobeshymne vergessen und ich hoffe, dass diese Truppe (und ihre Helfer) noch viel weiter kommen – wie bereits erwähnt: Gruul wartet. Und Zul’Aman wird -sobald es released ist- auch von uns beherrscht, da bin ich sehr zuversichtlich. Alles weitere wird sich zeigen, aber eins muss man eben nochmal sagen:
Leute, ihr seid allesamt geil!
Nachtrag: Nightbane aus der Sicht eines Tanks
Nachdem ich ja bereits über die anderen Bosse in Karazhan berichtet habe, aber [tag]Nightbane[/tag] aus mangelnder Erfahrung ausfallen lassen musste – hier ist der letzte Boss aus [tag]Karazhan[/tag], aus der Sicht eines [tag]Krieger[/tag]s.
Nightbane
Der letzte beschwörbare Boss in Karazhan ist wirklich und ungelogen eine harte Nuss für Krieger und neben dem Prinzen, denke ich, der schwerste Encounter. Man kann ihn -ähnlich Malchezaar- mit nur einem oder mit zwei Tanks angehen, je nachdem wie viel Stress der Tank abkann.
Mit nur einem Tank: Wie gesagt – Stress pur. Neben Befehls- und Demoruf, Donnerknall und Schildblock auf dem Cooldown zu halten, muss man das Ding gut antanken, will heißen: Der Grundtonus des Kampfes ist schon nicht leicht. Dazu kommen nun aber mehrere Faktoren, die das ganze noch ein kleines bisschen schwieriger gestalten. Zum Beispiel, wenn der gute Nightbane anfängt zu fearen. Dann fängt der sogenannte “Stance Dance” an, der darin besteht, in weniger als 2 Sekunden von der Verteidigungshaltung in die Berserkerhaltung zu wechseln (+20% erlittener Schaden), das Knöpfchen für Berserkerwut zu drücken und wieder in die Verteidigungshaltung zu switchen. Dafür habe ich dieses kleine unterstützende Makro:
#showtooltip Berserkerwut
/cast [stance:1/2]Berserkerhaltung;Berserkerwut
/cast [stance:3]Verteidigungshaltung
Das Makro lege ich mir bei beiden leisten -Def und Bersi- auf den Button 7. Dazu hilft mir das Boss-AddOn BigWigs, ungefähr herauszufinden, wann der nächste Fear kommt (denn so ganz richtig sind die Bosstimer nicht).
Der Anfang des Kampfes sieht dann für einen Krieger -beispielsweise- so aus:
* Schrecken der Nacht landet.
* Schildschlag auf Nightbane. (verfehlt)
* Donnerknall, 2x Rüstung zerreißen auf Nightbane.
* Schildblock an und ab jetzt alle 6 Sekunden nach”casten”
* Schildschlag, Demoruf, Befehlsruf
* 2x Rüstung zerreißen, Rache
* dann lustig weiterantanken und die ganzen auslaufenden Dinger nicht vergessen* Nightbane castet Feueratem (nicht mehr lange bis zum Fear, den er pro 25% Leben etwa 2-3x macht.)
An dieser Stelle drücke ich nur noch die Tasten 3-4-5-6 abwechselnd mit meiner linken Hand, meine rechte befindet sich mit der Maus über dem Anti-Fear-Makro von oben. Sobald der Drache nun sein Beben macht -Castleiste beachten-, muss man dieses Makro von oben 3 Mal (!) drücken. In 1 Sekunde machbar – und so gelingt es “ganz leicht” dem Fear zu widerstehen.
In der Theorie.
In der Praxis kommt da ein störender Global-CD in den Weg, der zufällig aktiv sein kann, sobald man eigentlich das Makro drücken müsste. So ganz sicher ist das also nicht, aber es hilft zumindest ein bisschen. Wenn Nightbane bei 75% in die Luft steigt, dann sollten sich alle an einem Punkt zusammenfinden (Wichtigel mit X markiert), die Skelette schnell weggebombt werden (womit wir uns noch schwer tun) und derjenige mit den DeBuffs sollte aus der Range von den Andern weg laufen. Klingt kompliziert, geht mit 2 AoE-Castern aber durchaus.
Irgendwann landet Nightbane dann wieder und das Spiel von oben geht von vorne los. Genau wie bei 50% und bei 25%. Für einen Tank allein sehr fordernd und es ist wirklich eine Menge Konzentration erforderlich. Bestimmt will’s jeder wissen: Wenn der Krieger doch mal gefeart wird, dann stirbt ziemlich sicher mindestens ein Mitglied eures Raides. So, nun aber genug der Panik, denn:
mit 2 Tanksgeht es viel einfacher. Der Haupttank darf einfach nur auf das Vieh draufhauen und alles tun, um möglichst wenig Schaden zu bekommen und kann sich daher fast voll aufs nicht-gefeart-werden konzentrieren. Der zweite Krieger hält beharrlich den Donnerknall, den Demo- und den Befehlsruf und eventuell auch Rüstung zerreißen mit Verwüsten auf Nightbane. Für beide Spieler ist der Kampf in diesem Fall “etwas” einfacher.
Sollte der Tank sterben, so kann auch der zweite Tank -manchmal- einspringen. Diese Taktik hat sich allerdings noch nicht so ganz als funktionierend erwiesen. Obwohl unsere Gruppe doch schon Fortschritte macht:
Zur Zeit war unser bester Versuch bei Nightbane bei (ich glaube) 41%. Das heißt… *kurz in die Glaskugel schauen muss* …dass in naher Zukunft damit zu rechnen ist, dass Karazhan gecleart werden wird. Viel trennt uns nicht mehr davon. Deshalb möchte ich diesen hübschen Tankguide beenden mit einem…
…anderen Beitrag über die kommende Gruul-Gruppe. Bitte lesen.
Karazhan aus der Sicht eines Tanks
In Zukunft werde ich auch ein wenig mehr über die Welt außerhalb von Karazhan bloggen, aber zuvor gibt’s diesen kleinen Artikel. Enjoy.
Für viele ist diese Frage sicherlich total uninteressant, aber trotzdem möchte ich sie beantworten: “Wie stellen sich die Bosse in Karazhan eigentlich für einen Deftank dar?”
Eigentlich ist das sogar eine berechtigte Frage, denn man sieht am Damagemeter, was die Damageklassen so machen und den Heilern sieht man auch an, ob ihr Job eher stressig oder eher entspannend ist. Nur die Tanks, die gammeln nur vorne rum, fallen ab und an mal um und beschweren sich dann auch noch über die Priester; und gerade bei Moroes beispielsweise kommen diese manchmal schon ins Schwitzen.
Deshalb möchte ich einfach mal durchgehen, was ich bisher so an Erfahrungen sammeln konnte – für Tanks, damit sie ein bisschen den Einblick in andere Tanks haben und für den Rest, der sich fragt: “Was zur Hölle tut der Krieger da vorne eigentlich?” – here we go, zum Ausschneiden und Aufkleben:
Karazhan: Venimus, Vidimus, Vicimus!
Um einen großen Künstler unserer Zeit falsch zu zitieren: “We are teh pwnage, bitchez!”
Nachdem wir gestern schon einen Überraschungserfolg bei Terestian [tag]Illhoof[/tag] hingelegt haben, waren wir heute wie beflügelt, auch wenn es einen kleinen Lineupwechsel gab: Für Thousand, unseren Schattenpriester, sprang Skoal ein, Unmeix wurde für heute mit Orcvonmorc besetzt und Mugnin war wieder anwesend, unser zweiter Maintank. Da wir Karazhan bis auf Nethergroll und Nightbane soweit leer hatten, war klar was heute auf dem Programm stehen würde: [tag]Nethergroll[/tag], der Drache, der uns keine Angst macht.
Im ersten Versuch kamen wir auf 80%, im zweiten bereits auf 70%. Der dritte Versuch, mit 40% war danach schon heftiger, aber er spornte uns natürlich weiter an. Nach nur vier ernsthaften Versuchen (ja, 4!) -sprich: im nächsten- gab es dann dieses hübsche Bild zu bewundern, das ihr in diesem Beitrag finden könnt und was in diesem Moment wohl auch niemand so wirklich wahrhaben konnte. “Booyah!”
Die [item]Leuchtende Kette der Nachwelt[/item] und die [item]Pantalons der Buße[/item] waren bzw. sind unsere ersten Loots, die wir von dem alten Drachen ergattern konnten. Es werden mit Sicherheit nicht die letzten sein. Damit bleibt nur noch der Schrecken der Nacht, [tag]Nightbane[/tag], und wir haben Karazhan komplett clear. Natürlich müssen wir unsere Erfolge von dieser Woche -Prinz im ersten Versuch, Siechhuf und Nethergroll- ersteinmal wiederholen.
Aber wenn es weiter nichts ist – ein Kinderspiel! For we are [tag]TC1Kara1[/tag]!
Wir suchen übrigens noch den einen oder anderen engagierten Paladin und Druiden für unsere Gruul-Gruppe, die wir grade am aufbauen sind. Wenn hier gute und teamfähige Spieler von Aman’Thul mitlesen, dann sprecht doch ingame einfach mal den Asak (oder Ocas) an. Vielleicht wird dann Ende Juli auch Gruul schon unser Opfer sein! Bwahaha!
Nachtrag zur Geschichte mit Terestian Siechhuf
Nun denne, lasset mich das Geheimnis lüften, welches sich hinter dem kurzen “gestrigen” Eintrag verbarg.
Eigentlich sollte es gestern, nachdem wir den Prinzen souverän im ersten Versuch erschlugen und ich dort mein allererstes T4-Teil bekam, weiter zu Nethergroll gehen, denn ursprünglich war dieser Boss auserkoren, unser nächstes Opfer zu werden. Nach einem kläglich gescheiterten Versuch betrachteten wir unser Lineup etwas genauer:
- aSak -das bin ich-, Krieger und MT.
- Abbadonn, Heilschamane
- Nermy, Jägerin
- Jonnyt, Heiligpriesterin
- Thousand, Schattenpriester
- Tomi, Heiligpriester
- Unmeix, Hexer
- Elâzar, Frostmagier
- Nekrotana, Schurke
- Skoal, Schurke
Irre, wir haben einfach keinen zweiten Tank für den roten Strahl – und den brauchen wir, denn die Schurken halten gar nicht mal so viel von Nethergroll aus. Leicht entmutigt beschlossen wir also, unser Glück einmal bei Terestian [tag]Illhoof[/tag] (“Siechhuf” klingt irgendwie…) zu versuchen, ganz spontan, obwohl man für den kleinen Wichtel eigentlich auch einen zweiten Tank haben sollte. Aber vielleicht können die Schurken ja hier ihre Talente ausspielen.
Gesagt, getan. Nach ein paar Eingewöhnungsversuchen bei Terestian merkten wir schnell: Der ist gar nicht so unschaffbar! Also weiter und üben, üben, ü… hoppla. Irgendwie hat es jeder geschafft -wie Jonnyt sagen würde- “einfach einmal alles richtig zu machen” und so küsste der Dämon schon bald den Boden. Und eigentlich war es ja auch “ganz einfach”, Unmeix musste nur alle Wichtel machen, Elâzar ein bisschen helfen, jeder musste sich lustige Makros für Terestian, die Ketten und den Wichtel schreiben, jeder wollte geheilt werden und und und.
Vielleicht doch nicht einfach, aber unsere Gruppe scheint sich wirklich wirklich gut aufeinander eingespielt zu haben – und das trotz öfterem Spielerwechsel von Woche zu Woche. Ich war einfach überwältigt von der Tatsache, dass wir einen Boss, der ansonsten wirklich viel Übung braucht, an nur einem Abend zur Strecke bringen konnten. “Ganz großes Kino“, sozusagen. Die Belohnungen für unsere Mühen sollten dann ein [item]Gurt des Streuners[/item] (für Nermy) und [item]Terestians Drosselstab[/item] (als 2x [item]Kristall der Leere[/item] für unsere Raidbank) sein.
Es verbleiben also nur noch 2 Bosse in Karazhan: Nightbane und Nethergroll, wovon letzterer heute wieder angegangen wird. Aber ich glaube, bei diesen Bossen werden wir nicht so viel Glück haben, wie bei Siechhuf.
Macht aber alles nichts! Denn wie oben schon geschrieben, bekam ich an diesem Abend eine ganz besondere Belohnung: Mein erstes Teil vom Tier4-Set, den [item]Großhelm des Kriegshetzers[/item]. Yay! Damit er dann aber auch so imba wird, wie er sein sollte, kommen noch 2 Steinchen rein -ein [item]Robuster Talasit[/item] und ein [item]Mächtiger Erdsturmdiamant[/item]- und natürlich die Verzauberung von den Hütern der Zeit, die [item]Glyphe des Verteidigers[/item]. Ich freu mich ganz besonders, so echt wirklich.
Und in einem der nächsten Teile erkläre ich, warum ich +Blockwert für das Tollste halte (oder zumindest fast), was es für meinen Defkrieger so gibt.
Wunder gibt es immer wieder. Karazhan Edition.
Da ich heute mal wieder zu faul zu einem kompletten Bericht bin, lasse ich ein Bild sprechen. Ein Bild sagt mehr als 1ooo Worte oder so. Eine wirklich großartige Leistung vom ganzen Raid!
Ok, zu einer Bildunterschrift lasse ich mich hinreißen. “Spontankill.”
An dieser Stelle möchte ich auch nocheinmal auf den Killzähler von Karazhan hinweisen. So ein bisschen für’s Ego.
Karazhan: Prinz Malchezaar und der kleine Tank II
…und dann gibt es noch Tage, an denen ich mich frage, wozu ich überhaupt so viel über manche Themen nachdenke. Drei Bosse verbleiben.








