flattr und Micropayments: “Sowas von Web 2.0!”

Es ist schon erstaunlich, wie unterschiedlich verschiedene Menschen auf ein gleiches Ereignis reagieren können. Während ich vorhin metaphorisch im Kreis sprang, als sich in meiner Inbox ein “highly personal invite” für flattr fand, war die beste Antwort auf diese frohe Botschaft ein dilettantisches “Aha”. Nun bin ich ehrlich: Bis vor wenigen Wochen hatte ich von dem Dienst, der sich “zunächst einmal nahtlos in die Tradition der kryptischen Netznamen” einreiht natürlich auch noch nichts gehört. Wie auch, Innovationen entstehen von jetzt auf gleich. Und ich glaube, flattr könnte eine solche Innovation sein.
Ich nehme einfach die gleiche audiovisuelle Einleitung, wie sie zur Zeit in jedem Blogpost über den Dienst verwendet wird. Hier, das ist flattr.
Nochmal: Der Nutzer lädt bei flattr sein Konto mit einem Betrag – zur Zeit 2€ im Monat, per Selbsteinzahlung – auf. Überall im Web (ja, auch hier) werden sich dann bald diese Buttons finden, auf denen “my thing” steht. Klickt man nun einen solchen (oder ganz viele im Monat), so verteilt der Dienst das Geld an die einzelnen Benutzer. Unglaublich einfach, unglaublich fair. Und in der Theorie unglaublich effizient.
Und wer mehr die Zukunft wissen möchte, der…
Read more
April 1st, 2010: Ohne fragwürdigen Eigenhumor.
Ich glaube, ich habe letztes Jahr etwas ähnliches zusammengesammelt. Wo sind nur die Notizen… ach ja, hier, genau, das Best Of ‘09. Ist jetzt auch schon wieder ein Jahr her, heißt 363 Tage Zeit zur Sammlung neuer grandioser und undurchschaubarer Aprilscherze. Oder etwa nicht? Schauen wir den Schreibern doch einfach in ihre Karten, zumindest einigen von ihnen. Und nein, ich habe nicht bei BILD abgeschrieben, diese eher bei allen andern – wie üblich.
Echte Welt (alias “real life”, “analog”)
Der erste Kracher, der zumindest bei Apple-Jüngern wie eine Bombe einschlug, war diese Sache von der FAZ, dass der Start des iPad verschoben werden musste. Ich persönlich finde das eigentlich weder heute noch an sonstigen Daten berichtenswert… doch anscheinend gibt’s Leute, die sich dafür interessieren. Aktionäre zum Beispiel. So würde es mich nicht wundern, wenn der eine oder andere Spekulant wegen einer Ente ein paar Dollar verloren hat. Was ich wiederum ganz lustig und berichtenswert fände, doch dafür gibt’s keine Quelle. Weiter.
Herr Westerwelle hat tatsächlich nackt für PETA posiert, wer hätte unserem charmanten Außenminister mit Kapitalismusblick das je zugetraut. Hätte man wirklich stolz drauf sein können, wäre es nur keine Ente gewesen. Also, lieber Guido, bitte wieder anziehen — es findet sich sicher ein Spender, der Sie mit Kleidung versorgt. Tusch.
Wie heise.de vermeldet, gibt’s am CERN in Genf, welches erst kürzlich durch fulminante Experimente für mehrheitlich inkorrekte und dumpfsinnige Schlagzeilen sorgte (“So sieht der Urknall aus”, -_-) wohl doch eine mittelgroße Verschwörung: ein bisher nicht öffentlich bekannter Detektor ist auf der Suche nach den fiesen, kleinen schwarzen Löchern, welche man dort jede Sekunde erzeugt. Grotesk, eine renommierte Forschungseinrichtung als Weltvernichtungsmaschine zu sehen, doch am ersten April erlaubt.
Auch der Einzelhandel hat von den Vorteilen einer günstigen Vermarktung am ersten Tag des vierten Monats gehört und eine Kette reagierte sehr souverän darauf: REWEs Eigenmarke “ja!” heißt ab sofort “nö!”. Sogar mit einem fiktiven TV-Spot, welchen ich leider nicht im TV gesehen habe. Entsetzlicherweise brachte mich diese bewusst einfache Idee tatsächlich zum Schmunzeln, weshalb ich sie nicht weiter kritisieren möchte. Deshalb lieber zur Überleitung zwischen echter und unechter Welt:
webevangelisten.de berichtet von einer polizeilichen Hausdurchsuchung wegen Twitteranalysen. Nun ist es in diesem Fall natürlich Käse, denn der Link steht in dieser Liste neben e-Peen und Pornographie, doch das Thema ist ein eigentlich sehr sensibles. Sozusagen ein Aprilscherz mit moralischem Appell zur Reflexion über’s deutsche Rechtssystem und auch die Polizei. Wobei ich natürlich übertreibe, wie immer.
Es ist April und alle sind lustig. Zu beweisen ist noch: Wer mehr erfahren will, der kann auch klicken. Beweis:
Read more
DRM und Kopierschutz: Ursache und Wirkung einer Schnapsidee.
Politik, wer interessiert sich schon für Politik? Zunächst habe ich mich das, als ich Schlag auf Schlag erwachsen wurde, auch gefragt. Irgendwann entschloss ich mich, das Themenfeld hier auch einzugrenzen, was glaube ich, eine Fehlentscheidung war. Man schaue nur auf den Namen der Domain! Nun ist es eine Sache, leidenschaftlich zu sein, einseitig zu sein, ist eine andere. Deshalb nun meine Aufforderung: Werft mich aus den Blogrolls, streicht dieses Ganze Themengequatsche! think-strange.de bleibt politisch und wird zugleich unpolitischer, die Themenvielfalt wird wieder zunehmen. Zumindest als Ankündigung.
Jetzt geht’s mir, als noch immer leidenschaftlichem Spieler, daher um ein Thema, welches Politik, bestehende Machtverhältnisse, und Gaming wie kein anderes zusammenführt: Digital Rights Management. Paraphrasiert: Der Versuch, der “Content-Industrie” die Kontrolle darüber zu behalten, was der Kunde zu welcher Zeit wie tut, um den größtmöglichen Profit zu erzielen und gleichzeitig illegales Kopieren zu verhindern. Uff. Lasst mich die für die Meisten durchaus bekannte Situation kurz zu umreißen:
Eine kurze Geschichte des Schnapses
Hersteller haben selbstverständlich ein Interesse daran, dass ihre Produktionen auch verkauft werden, dass sie für die Software, die sie programmieren, gerecht entlohnt werden. Lange Zeit war es den Herstellern nach dem Verkauf egal, wie der Kunde mit dem Produkt verfuhr, heißt: Er konnte es zumindest weiterverkaufen oder seinen Freunden in die Hände drücken. Bereits sehr früh begann man damit, Spiele mit verschiedenen Kopierschützen zu versehen, wenngleich diese charmanter waren als die meisten es heute sind – es gibt Ausnahmen. Wie dem auch sei, mit der Herausforderung fanden sich seit jeher findige Menschen, welche in der Lage waren, diese Maßnahmen in der Software zu umgehen. Sehr gute Literatur zum Thema gibt’s, weshalb ich einen Sprung machen werde.
Alle mitspringen. Uuuund…
Read more
Politischer Aschermittwoch Haushaltsdebatte 2010
Gestern gab’s Polemik im Bundestag, was ich mit starker Überzeugung unterstütze. Eine der besten Reden, die in der sogenannten Haushaltsdebatte gehalten wurde, stammt – wer hätte es gedacht – von Gregor Gysi. Er fasst in rund 24 Minuten zusammen, warum die Linke in Deutschland bedeutend ist; wer sich’s nicht komplett anhören möchte, dem seien die zweite Hälfte, ab etwa 12:02, empfohlen. Hier.
Er spricht dabei wirklich wichtige Themen an. Beispielsweise ist er der festen Überzeugung, dass Kriege nicht aufhören, “so lange so viel an Kriegen verdient wird”. Ich schätze, damit hat er leider Recht. Er spricht von Lobbyismus, einer “Berlusconisierung” in Deutschland, vom Gehalt Herrn Ackermanns, von miesen Details der Wirtschaftskrise, von den Gründen für einen starken Staat und am Allerwichtigen — vom Grundgesetz , dem Teil, den sich wirklich jeder anhören sollte. Was mir Angst macht, sind die Vorhersagen von Herrn Gysi für die Zukunft, denn, ob man das mag oder nicht, seine Trefferquote ist überdurchschnittlich hoch. Mh.
War aber nicht die einzige gute Rede am gestrigen Mittwoch, gute Unterhaltung gab’s auch von anderen Parteien, was man so hörte.
Eine Auswahl gibt’s nicht. — Nur wenig, aber Wichtiges nach einem Klick auf…
Read more
(r)Evolution: Wie die digitale Welt die reale hinter sich gelassen hat.

Vorweg: Wenn morgen das Christkind kommt, dann gibt’s bis zum Jahresende nur noch Erfreuliches. Ich weiß zwar nicht, wie sich das konkret darstellen wird, aber diese Tristesse am Jahresende ist beim besten Willen nicht zu ertragen. 2009 war nun wahrlich kein sehr frohes Jahr für mich und die deutsche Politik, vielleicht wird 2010 besser. Und darauf kann man sich einstimmen. Zuvor wird’s noch einmal ganz bitter, zwei verschiedene Handlungsstränge, die in einem zentralen Problem kumulieren. Und dieses Problem wird die Gesellschaft in einer Weise verändern, wie wir es uns nicht vorstellen können. Im Guten, wie im Schlechten und die negative Version des Szenario blenden wir gekonnt aus. Vorweihnachtliches Gesellschaftswunschträumen, sozusagen. Ok, ehm, los.
Es war einmal…
Die erste Szenerie beinhaltet einen sehr guten Freund von mir, welcher ein interessantes Timing an den Tag legte: Während es im schönen Saarland bei -15°C wirklich unterträglich war, befand er sich vier Tage mit seiner Freundin in Dublin, Irland. Nach seiner Rückkehr sprach er den folgenschweren Satz aus: “Jetzt, da ich das erlebt habe, weiß ich überhaupt nicht, was Menschen gegen den Überwachungsstaat haben.” — bitte wie? Er berichtete weiter von dem Vorteil, dass man sein Gepäck in einem vollen Doppeldeckerbus unbeaufsichtigt liegen lassen kann, etwas, das man in Deutschland mit gutem Grund niemals tun würde. Mh. Natürlich ist das, auf den ersten Blick, ein Vorteil. Sehen wir uns jedoch London an, dann ist dort die Kriminalitätsrate trotz der ständigen Überwachung nicht in hohem Maße gesunken. Und würden wir wirklich wollen, dass “der Überwachungsstaat” ständig über all meine Tätigkeiten bescheid weiß? Ist das nicht ein bisschen sehr Stasi? Darf man das sagen? Nächster Handlungsstrang.
Seit neulich besitze ich einen Account beim Monsternetzwerk facebook. Bei der Anmeldung schlug mir der Dienst in enger Kooperation mit Google vor, meine Kontakte doch zu importieren. Ich fand dabei einen alten Bekannten, den ich addete. Wenige Minuten später unterhielten wir uns per IRC darüber, wie eng vernetzt, überwacht und kontrolliere die Welt doch ist. Sind wir ehrlich: Jeder von uns hat bei mindestens einem Social Network einen Account mit mehr oder minder heiklen Informationen, oft frei zugänglich für die ganze Welt. Wir geben unsere Informationen unbedacht heraus, sind prinzipiell bereit zur Kommunikation und zahlen dafür einen hohen Preis. Damit verhalten wir uns eigentlich genau so, wie sich ein Überwachungsstaat das wünschen kann: Jede unserer Aktionen, unsere sozialen Beziehungen, alles ist frei verfügbar.
Wie bringen wir diese beiden Geschichten zusammen? Mit einer einfachen Frage: “Würde ‘der Staat’ ein soziales Netzwerk aufbauen, in dem man sich anmelden und seine Informationen preisgeben kann — würde man dies tun?” Wollt ihr die Antwort wissen und eine wunderbare Vision einer wirklich fortgeschrittenen und aufgeklärten Gesellschaft lesen? Ja? Nehmt euch ein paar Minuten Zeit, es wird ausführlich.
Read more
Wikipedia: Quelle endlosen Wissens?
Ich erinnere mich noch daran, als ich das erste Mal über die Wikipedia stolperte, 2001, 2 oder 3. Das Konzept von Wikis war mir gänzlich neu, ich verstand die Seite kaum, drückte aber instinktiv auf “Editieren”, zerstörte eine vorhandene Seite mit Kauderwelsch, speicherte es, erschrak darüber und zog von dannen. 2004 registrierte ich mich und widmete einen großen Teil meiner Freizeit dem Projekt, welches damals noch sehr idealistisch und ambitioniert war. “Das Wissen der Welt auf einer Seite, woah!”, so dachte ich’s mir damals.
Heute hat sich doch einiges verändert, wenn auch nicht alles: Ich nutze Wikipedia auch weiterhin als Wissensquelle zu fast jedem Lemma, doch immer häufiger die englische Version. Ich führe das nicht nur auf meine verbesserten Englischkenntnisse zurück, sondern auch darauf, dass die deutsche Wikipedia immer mehr zu einem -freundlich ausgedrückt- elitären Kreis zu verkommen scheint. Schon zu meiner Anfangszeit gab’s Streitigkeiten zwischen Admins, welche ich schon damals nicht nachvollziehen konnte. Heute ist die Wikipedia weitestgehend unter dem Deckmantel einer direkten Demokratie bürokratisiert. Es gibt Löschdiskussionen, Abstimmungen, Meinungsbilder und manchmal sogar noch, versteckt, Humor.
Doch nicht immer. Das jüngste Beispiel, welches zur Zeit -nicht nur – in der Blogosphäre Wellen schlägt, ist die Löschung des Artikels zu “Mogis“, Missbrauchsopfer gegen Internetsperren. Ich gebe zu, dass der Verein vielleicht nicht die letztmögliche Institution ist, die man in der Internetzensurdebatte zu Rate ziehen sollte; den Artikel dazu aus der deutschen Wikipedia aus “Relevanzkriterien” zu löschen schlägt dem Fass dennoch den Boden aus. Ich rege mich nicht alleine drüber auf, auch wenn der Artikel meiner Meinung nach nicht den Wirbel verdient hat, den er nun bekommt. Das Problem ist aber mitunter diese Löschpraxis: In meiner muttersprachlichen Wikipedia gibt’s keine Einzelartikel zu fiktionalen Personen oder Orten, keine Informationen zu “irrelevanten” Themen. Doch – wer bestimmt, was irrelevant ist und was nicht?
“Mir fällt grade keine tolle Überleitung ein, aber lies doch einfach den Beitrag weiter und ignorier diese Zeile.“
Read more
Tag 1 nach der Bundestagswahl: das Worst-Case-Scenario
Gemischte Gefühle, das war’s was ich nach der Wahl empfand. Es begann mit einer bittren Enttäuschung, ging dann zu einer unsäglichen Wut über, welche über Nacht wiederum einer sehr desolaten Desillusionierung wich: Das Volk hat gewählt, nun gilt’s das Beste draus zu machen. Nicht, dass ich ernsthaft damit gerechnet hätte, dass die Linke den Sprung aus der Opposition schafft, doch schmerzt die Realität wenn man sie in Form von Balken- und Kuchendiagrammen sieht umso mehr. Ein kleiner Lichtblick: CDU/FDP erreichen ohne die Opposition keine 2/3-Mehrheit. Will heißen: Änderungen des Grundgesetzes in Deutschland werden in den nächsten vier Jahren durchaus blockiert werden können. Weiterhin ist’s möglich, dass der Bundesrat beim “normalen” Gesetzgebungsverfahren mitmischen wird, denn ob dort ebenfalls CDU/FDP dominieren, ist noch nicht entschieden. Glaube ich.
Wie dem auch sei: Es wird finster. Vielleicht bin ich auch nur ein Schwarzseher und Deutschland wird in den folgenden vier Jahren blühen und gedeihen, doch ich hege meine nicht ganz unbegründeten Zweifel. Ich bin gar der Meinung, dass sich unser Land in einer Richtung entwickeln wird, die vielen neoliberalen Besserverdienern durchaus gefällt, doch werden das immer weniger und diejenigen, die nichts haben, immer mehr. Wer nichts hat, hat natürlich auch nichts zu verlieren. Und wer nichts zu verlieren hat, der hat schon verloren.
Deshalb gibt’s jetzt hier das absolute Worst-Case-Scenario, die Dinge, die Schwarzgelb pervertieren kann, die gesellschaftlichen Strukturen, welche dem Niedergang geweiht sind. Lasst euch von meiner Polemik nicht irritieren, die gehört dazu. Fertig? Hua!
- Das Gesundheitssystem wird vollends privatisiert. Die angestrebte “Grundversorgung” wird noch schlechter, als sie es im Moment ist. Bedeutet jetzt wie dann: Selbst wenn ein Arzt einen Eingriff für “medizinisch notwendig” hält, wird der Patient dafür eventuell tief in die eigene Tasche greifen müssen: Die Grundversorgung ist nur eine Mindestversorgung. Wer kein Geld für private Sicherungen hat, schaut in die Röhre. Nicht in die Röhre im Krankenhaus, sondern in eine beliebige andere.
Das Internet, die Gesellschaft und Goethes Faust
Es gibt Begebenheiten, die machen einen nachdenklich. Nehmen wir das Internet, nicht als Fundgrube endlosen Wissens, sondern auch als geistige Müllhalde. Ich meine, wie viele “Fun”-Internetseiten mit dem hanebüchensten Blödsinn gibt’s denn da draußen? Eine Million? Mehr? Jede einzelne Seite ist voll von gefilmtem, geschriebenem, gemaltem und photographierten Schmarrn und es drängt sich zwangsweise eine Frage auf. Nein, mehrere Fragen. Zum Beispiel: “Was war mit diesem Unsinn, bevor das Internet erfunden wurde? Lag das alles in unaufgeräumten Schubladen und Gehirnen herum und wartete darauf, endlich geboren zu werden?”
Eigentlich suche ich nur eine Überleitung für einen Grund, solche Seiten mehr oder minder regelmäßig zu besuchen. Ebenda fand sich ein Link zu einem… sagen wir “älteren Internetbenutzer“, welcher mit “Flash und Production Studio von Adobe” Webseiten erstellt. Vielleicht schaut ihr euch die Seite ersteinmal in Ruhe an, damit wir dann auf einer Basis kommunizieren können.
Fertig? Ok. Was sagt ihr dazu? Ich meine, eigentlich ist’s doch mehr als wünschenswert, dass das Internet als allgemeines Kulturgut aller Altersschichten genutzt werden kann. Die Krux ist ist aber, dass das irgendwie nach “gestern” aussieht. Ja, so wie der Mann Webseiten gestaltet, war das Internet wirklich mal, damals allerdings nicht mit Flash sondern mit kleinen .gifs und Midimusiken auf jeder Seite. Und irgendwie Frage ich mich wirklich, warum man auf einer “lustigen” Seite darauf verlinken sollte. Soll ich mich über den Mann lustig machen, nur weil er -seinen Vorstellungen nach- das Internet benutzt? Ist doch ne feine Sache.
Nun, ich klickte mich also so durch die Seiten von Herrn Suckow, als in mir der Gedanke keimte, es handele sich nur um Satire. Wenig später fand ich dann allerdings etwas, was mich nicht nur vom Gegenteil überzeugte, sondern in mir auch größeres Erstaunen hervorrief: www.faust-4you.de/.
Ab hier: Kultur. Lesen.
Read more
Der größte Tatort der Welt
Das Internet sei der größte Tatort der Welt, sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Rainer Wendt der Berliner Zeitung. Deshalb dürfe es sich nicht selbst überlassen werden: “Wir brauchen 2000 Cyber-Cops.” Die Polizei müsse verstärkt verdachtsunabhängige Streifen im Netz fahren. (Quelle)
Ich könnte jetzt darüber lamentieren, dass das Internet überhaupt kein Tatort ist, wenn man von verbalen Entgleisungen, Betrug und rechtlich dubiosen Urheberrechtsverletzungen einmal absieht, dass die Polizei selbst nicht weiß, wie “Streifen fahren” im Netz überhaupt aussehen soll, dass Morde, Vergewaltigungen, Kriege und Terror allesamt in der realen Welt (und nur dort) stattfinden, dass Leute ohne einen Ansatz technischer Kompetenz nicht bei der Polizei arbeiten sollten, dass… ach, ich fasse es kurz:

“facepalm: because expressing how dumb that was in words just doesn’t work.”
Das Märchen vom DSL
Erinnert sich noch jemand daran, dass unsere Bundeskanzlerin versprochen hat, bis 2010 jedem Haushalt in Deutschland wenigstens eine 1000er DSL-Leitung zur ermöglichen? Wollte es nur wieder erwähnen, hihi – hat aber überhaupt nichts mit dem zu tun, was ich grade schreiben will:
Wozu zur Hölle hat man denn einen Breitband-Internetanschluss, wenn jeder Durchschnittsserver eine maximale Kapazität von unter 40 kb/s zur Verfügung stellt!?
Gna. Respect my authority!







