Windows 7: Treffer, versenkt.
Seit der Erfindung des Betriebssystems gibt’s auch die Idee, neue, im Idealfall bessere Betriebssysteme zu entwickeln. Microsoft hat in dieser Position schon immer einen Vorreiter dargestellt, meistens nicht zum Vorteil, wenn man der Fachpresse glauben darf. Ich selbst habe seit Jahren jeden von Gates’ Späßen mitgemacht, mit “Vista” als einzige Ausnahme. Das erste Betriebssystem, welches wirklich gut war, war 2000. Genau wie XP wurde es aber erst im Laufe einiger ServerPacks genießbar. Vista selbst war im Auslieferungszustand so unbrauchbar, dass man an der Firmenphilosophie von Microsoft durchaus zweifeln durfte. Glücklicherweise gab’s einen Mitarbeiter, dem dies missfiel.
Worauf ich hinaus will: Ich habe mir still und leise Windows 7 organisiert. 35,- Eur für “Professional”, ein Schnäppchen für Studierende und nur für ebendie. Gestern Abend, kurz vor Gottschalks Baggerwette, überkam mich die wahnsinnige Idee, die heruntergeladene Version zu installieren. Jetzt, sofort. Wäre ich awesome, würde ich hier vielleicht eine detaillierte… was rede ich da. Exkurs: “Wie sichere ich meine Daten für das Upgrade auf Windows 7 mit Windows XP”. Ganz kurz in Stichworten.
Überblick verschaffen: Welche Daten sind mir wichtig, welche nicht. Welche Programme sind installiert > Textdatei auf externer Platte mit Notizen, auch die Passwörter, die man sonst nur gespeichert hat (!), kurzzeitig.
Sichern: C:\Dokumente und Einstellungen und eventuell eigene Ordner, die sich nicht innerhalb befinden [;sortieren kann man später]. C:\Programme durchschauen. FireFox Favoriten exportieren, IE eventuell auch. Während der Kram extern ausgelagert wird, beginnt man mit dem…
Vorbereitet sein: Benötigte Programme herunterladen, benötigte Treiber herunterladen, Informieren, welche Programme mit “7″ kompatibel sind (i.e. “fast alle”). Jegliche Software auf die externe Platte in einen eigenen Ordner. Notieren, welche Sachen fehlen. Key von Windows 7 notieren!!
“One does not simply walk into Mordor.”
Fertig. In den meisten Fällen sind damit alle wichtigen Dinge eines durchschnittlichen XP-Nutzers abgedeckt. Warum ich das überhaupt erzähle? Windows 7 erfordert leider, insofern man keine Parallelinstallation möchte, was man nicht möchte, eine komplettes Neuaufsetzen, wenn man sich bisher Vista verweigert hat. Im Übrigen ist’s tatsächlich eine kleine Hürde, mit der Version des Stores eine bootfähige CD zu erstellen, was man jedoch muss, wenn man einmal mehr neu beginnen möchte. Mich hat diese Hürde über 2 Stunden Zeit gekostet, selbst mit Tutorial, denn meine einzige brennbare DVD im Haus ist eine beschriebene RW. Eine komplette Löschung kann schon ne Runde dauern. Wie dem auch sei, ist nicht mein Thema.
Gegen 2 Uhr Sonntag früh war’s soweit, das Backup kopiert, die Software geladen, die DVD im Laufwerk. Reboot, BIOS, Bootprioritäten ändern, speichern, Spannung. Zu meiner Überraschung bootete die DVD wirklich und im ersten Schritt darf man eine Partition zum Schlachten auswählen. Es ist kurz und schmerzlos, ganz ohne Metapher. Die Installation ist so unspektakulär, dass ich kaum Worte finde. Eigentlich verbringt man nur mit Warten. Ja, irgendwann gibt man den Key ein —XMXF2-QV6HR-FG202-8G2MQ-XDYG8—, doch bis auf zwei Reboots gibt’s echt nichts Erwähnenswertes. Nach einer halben Stunde ist’s überstanden. In dieser Zeit gibt’s übrigens keine Selbstbeweihräucherung von wegen “noch produktiver”, “noch toller”, “noch unglaublicher”, was mir sehr gut gefallen hat.
Sehr langer und informativer Bericht über Windows 7, seine Konfiguration, neue Features und das allgemeine Mundgefühl. Wer mit dem Gedanken spielt, seinen PC einem Upgrade zu unterziehen, — Pflichtlektüre. Let’s do it.
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