Literatur und Lyrik: Chauvismus vor 241 Jahren.
Lyrik ist eigentlich selten mein Ding, was als Germanistikstudent mehr oder weniger hinderlich ist. Von Zeit zu Zeit aber finden sich in der Geschichte Perlen, die selbst in der heutigen Zeit zu belehren oder amüsieren wissen. Ein solches fand ich heute in einem kleinen Sammelband von Reclam. Der Autor, Christian Fürchtegott Gellert, schrieb das Gedicht 1769 — sein Titel lautet “Das Unglück der Weiber”. Zum Ende des heutigen Tages ein Stück schmunzelnde Entspannung.
Das Unglück der Weiber.
In eine Stadt, mich deucht, sie lag in Griechenland,
Drang einst der Feind, von Wuth entbrannt,
Und wollte, weil die Stadt mit Sturm erobert worden,
Die Bürger in der Raserey,
Bis auf den letzten Mann ermorden.
O Himmel! welch ein Angstgeschrey
Erregten nicht der Weiber blasse Schaaren!
Man stelle sich nur vor, wenn tausend Weiber schreyn,
Was muß das für ein Lärmen seyn!
Ich zittre schon, wenn zwey nur schreyn.
(…)
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Weichzielverluste.
Vorwort
Die erste Woche des zweiten Semesters an der Universität hat begonnen und ich stecke schon mittendrin. Was, weshalb ich es erwähne, der Grund dafür ist, warum hier so wenig aktueller Text steht. Germanistik und Philosophie sind Nerdscheiße, aber meines Erachtens wirklich erlernenswert. Wenngleich dies ein harter Sommer mit einigen Klausuren, mündlichen Prüfungen, Hausarbeiten und Präsentationen zu den abstrusesten Themen von der Semantik der deutschen Sprache bis hin zum Leib-Seele-Problem wird. Ich werde bei Gelegenheit mit Sicherheit ein paar Worte dazu verlieren und mit elitären Fachwörtern gekonnt um mich werfen.
Habemus Parkplatz.
Nachwort
Ich kann es nicht fassen, dass so viele Menschen am Dienstag “Neues aus der Anstalt” verpasst haben, eine der letzten Kritikbastionen im öffentlich-rechtlichen TV. Kann mir jemand erklären, wie man das guten Gewissens versäumen kann? Hier, der erste Grund zum Schämen:
Krass, wie Herr Schramm einfach das sagt, was ich denke, so von wegen Afghanistan, Bundeswehr und öffentlicher Trauer. Oder hier, der Herr Rether, mit seinem Lament zur Kirche und einem schönen Liedchen für den Papst.
“Ja, nur noch einen Klick, dann hast du’s geschafft!”
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die Glaskugel: Zwei Wochen im Überblick.
Wie beginne ich? Zur Zeit stecke ich in den letzten Tagen der Semesterferien, am 12. April geht’s weiter mit dem Studium. In 4 Tagen ist Ostern und in 5 befinde ich mich auf dem Weg nach Bern. Wo ich bleiben werde, bis zum 9. April. Möglicherweise werde ich auch von dort bloggen und twittern, denn schließlich kommen nicht jeden Tag Menschen vom Saarland in die schöne Schweiz. Gibt’s Empfehlungen, was ich mir dringend anschauen sollte? Öh, wie dem auch sei.
Eigentlich wollte ich nur meinen Frust darüber loswerden, dass ich heute Bücher im Wert von 101,xx Eur bestellen musste. Sicher, wir haben eine Universitätsbibliothek, eine große und viele kleine, aber die Zahl der Standardwerke dort, insbesondere wirklich grundlegende Bücher, ist überschaubar. Muss ich mir sie eben kaufen. Wollt ihr mal sehn? Alors.
- Grimm, Gunter E.: “Deutsche Dichter” Bände II-IV: “Reformation, Renaissance und Barock”
, “Aufklärung und Empfindsamkeit”
, “Sturm und Drang, Klassik.”
- Löbner, Sebastian: Semantik. Eine Einführung.
- Schmidt, Wilhelm: Geschichte der deutschen Sprache.
- Ernst, Gerhard: Moralischer Relativismus
Ich schätze, damit werde ich eine kleine Weile beschäftigt sein. Germanistik und Philosophie sind schon nette Fächer. Wenn man sich für solche Späße interessiert, versteht sich.
Ja, ehm, das wären so die “Neuigkeiten”. Es ist schockierend, wie lahm die Welt manchmal sein kann. Worüber soll ich mich schließlich aufregen? Was es zu sagen gibt, passt sogar in diese verfluchten 140-Zeichen-Nachrichten, die sich Tweets schimpfen. Es is’ nix los. Gar nix. Glaubt ihr nicht? Schaut selbst.
Drei kurze Absätze voll mit nichts. Wenn ihr mal nichts braucht, seid ihr hier absolut richtig.
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Universität 09/10: “Diplome! Frische, heiße Diplome! Nazis! Blöde Nazis!”
In genau 2 Wochen und einem Tag schreibe ich meine erste und letzte Klausur für dieses Semester. Es wäre daher Zeit, ein Fazit zu ziehen, was jedoch nicht geschehen wird. Nicht so echt. Das Bachelorstudium der Germanistik und der Philosophie meinte es wohlwollend mit mir, das Zeitmanagement bedarf weiterer Verbesserungen. Bestimmt seid ihr sehr neugierig, welche Inhalte man denn so vermittelt bekommt. Deshalb:
Eine Stichwortliste mit den Basics und Einführungen
Syntax, Morphologie, Phonologie, Gattungslehre, Lyrik, Editionstechnik, Epochen der Literatur, Mediävistik, Volksetymologie, Techniken wissenschaftlichen Arbeitens, Moralphilosophie, Mitleidsethik, Staatsphilosophie, Utilitarismus. Und so. Im zweiten Semester geht’s weiter mit den Einführungen und spannendem neuen Unsinn. Was genau dort folgt, weiß ich selbst noch nicht. Genau das ist der Grund für mein Schreiben: Ich raste hier gleich völlig aus.
Dank der neuen Studienordnung benötigen die meisten meiner Vorlesungen und Proseminare eine Voranmeldung, eigentlich recht bequem online zu erledigen. Wenn denn das Vorlesungsverzeichnis vollständig wäre. Nicht nur, dass einige meiner benötigten Kurse noch nicht eingetragen sind, nein, die Veranstaltungen, die ich schon belegen kann, liegen unglaublich unglücklich. Bisher sind’s 5 Vorlesungen in 4 Tagen -- und viel mehr weiß man nicht. Lediglich, dass meine gern gemochte Philosophieveranstaltung “Einführung in die Philosophie des Geistes” bei dem eventuell-ein-wenig-legendären Prof. Dr. Heinz-Dieter Heckmann, welche ich zudem auch im kommenden Semester bewältigen sollte, mit einer meiner Germanistikvorlesungen kollidiert. Großartig, wenn einem schon im zweiten Semester das “Du musst den Bachelor aber in 6 Semester machen!” aus dem Kopf geprügelt wird, weil die Studienkoordination anscheinend dermaßen dämlich ist. Unfasslich.
Und genau in jenem Moment, in dem ich ebendiese Geschichte erzähle, erscheint eine bewusstseinserweiternde Nachricht in Skype:
diplomas_here: Degree in any field.
GET YOUR DIPLOMA TODAY!If you are looking for a fast and effective way to get a diploma,(non accredited) this is the best way out for you. Provide us with degree you are interested in. Call us right now on: +13122607939 “Just leave your NAME & PHONE NO. (with CountryCode)” in the voicemail.
Our staff will get back to you in next few days!< <<
Genau! Scheiß auf den Bachelor, ich kauf mir ein Diplom! Wobei ich nicht glaube, dass das so erlaubt ist.
Oh, a propos Stichwort: Erlaubt!
Wie mancher von euch sicher weiß, findet am 13. Februar im Dresden eine Demonstration von Nazis statt. Eine Demonstration, die anderswo als größter Naziaufmarsch Europas bezeichnet wird. Nazis, ihr erinnert euch, dieses braune Gesocks, das riecht wie Erbrochenes und auch so aussieht. Wie ihr ebenso wisst, weil es durch alle Medien ging, soll an jenem Tag auch eine Gegendemonstration stattfinden. Ihr wisst: So ganz in Ordnung ist das nicht. Manche reden von einer Ordnungswidrigkeit, andere von einer Straftat. Warum das so ist – darüber werden die wildesten Geschichten erzählt. Soweit ich es überblicke, darf man die Nazis nicht an ihrer eigenen Demo hindern, weil… keine Ahnung, Pluralismusdemokratie oderso. Und genau darum geht es:
+++ auf gar keinen Fall eine warnende WERBUNG nicht +++
Liebe Leute, ihr müsst auf gar keinen Fall am 13. Februar nicht nach Dresden fahren. Ihr dürft euch unter keinen Umständen nicht auf den Boden setzen und die netten Neonazis nicht blockieren. Ihr dürft dies auch absolut niemals nicht mit Stühlen tun. Weiterhin ist es strengstens untersagt, euren Freunden nicht davon zu erzählen und Plakate oder Aufkleber nicht zu verteilen. Ebenso ist es inakzeptabel, wenn ihr euch nicht um Fahrgemeinschaften bemüht, welche euch nie nicht zum Beispiel von Saarbrücken aus nach Dresden bringen. Und die Nazis nicht verachten und nicht bespucken, das sei euch auch verboten!
Und prominente Unterstützung wird’s sowieso nicht fernbleiben — damit das klar ist!
+++ auf gar keinen Fall eine warnende WERBUNG nicht +++

Presseecho.
Damit wäre auch das geklärt. Denn, unter uns und ganz ernsthaft, Nazis gehn mal garnich. Ich würde sagen: Jetzt ist erstmal Wochenende. Ich verabschiede mich für heute mit Musik für die Revolution der guten Laune. Haunse.
“Irie Révoltés -- “Rebelles”.
Paroles en français, s’il vous plait.
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Wie sieht eigentlich guter Stil aus? — Schreiben für Fortgeschrittene.
Es gibt mindestens zwei Gründe, warum das neue Jahr mit Stille beginnt. Vorweg: Politikverdrossenheit ist nicht darunter, im Gegenteil. Doch darüber möchte ich heute nicht berichten, Persönlich wird’s später. Wenngleich einer der Gründe im direkten Zusammenhang mit meinem Job als eifriger Student steht. Von vorne. Oder…
Nein, wir überspringen den politischen Part, der ohnehin nur darüber erzählt, wie langweilig und dröge die Diskussionen zur Zeit geführt werden. Weiterhin bin ich zur Zeit sehr mit einem Buch beschäftigt, welches ich jedem Leser zugleich ans Herz legen möchte. Geschrieben von Wolf Schneider, einem vielleicht nicht zu bekannten Mann, trägt es den Titel “Deutsch für Kenner: Die neue Stilkunde“. Ich kann es nur wiederholen: Jedem ans Herz legen. Ich verspreche: Es lohnt sich, ist nicht teuer, macht Freude beim Lesen und schont Zahnfleisch und Zähne.
Jetzt: Feierabend, morgen geht’s durch bisher 15cm Neuschnee zur Universität. Die Bildung streikt schließlich nicht von alleine und sicher wäre auch Erich Kästner traurig, wenn ich morgen nichts zu seiner neuen Sachlichkeit hörte.
In diesem Sinne.
2009, Woche 44: eine sehr kurze digitale Übersicht
Jetzt ist’s geschehen: Ich könnte noch schlafen, wenn ich schlafen könnte, doch weil ich nicht schlafen kann, schlafe ich nicht. Stattdessen sitze ich um kurz vor 9 vor meinem Rechner und ärgere mich moderat darüber. Hier ist’s in letzter Zeit unregelmäßig und ich vermute, es wird dabei bleiben, weil -ich glaub’s selbst noch nicht ganz- mein Real Life dem euren möglicherweise überlegen ist. Leider tendiert meine Laune auf Blogposts am Abend gegen Null, obwohl es an Themen nicht mangelt: Eines davon, mein täglich Brot, die Universität.
Wo fange ich an? Chronologisch die Woche? Sehr einfallslos, das. Akzeptiert. Dienstag 6 Uhr — der Wecker klingelt. Die Disziplin und der frühmorgentliche Lärm sind das Zweitschlimmste am sogenannten Alltag; ich werde mich vielleicht eines Tages daran gewöhnen. Der Zug ist in Ordnung, auch wenn ich meine Zweifel an der deutschen Bahn und einiger ihrer Kunden habe! Doch… Die Pointe in Form eines Haikus.
Bus früh am Morgen
Zusammen Massenpanik
Verdammter Selbstmord
Ich könnte euch noch davon erzählen, was man an der Universität so lernt, als Germanistikerstsemesterstudent, bisher ist’s eigentlich nur Deutschunterricht für Fortgeschrittene. Tu ich nicht. Stattdessen würde ich gerne die erschreckenden Auswirkungen des aktuellen Bildungssystems in die Welt Posaunen. Die Bildungsdefizite, die G8 mit sich bringt, sind verheerend. Deutsche Grammatik mochte wohl kaum ein Schüler, doch wenn ein solcher “Germanistik auf Lehramt, hihi” studieren möchte, so sollte er zumindest wissen, was ein Verb ist. Sei’s drum.
Ich habe eben meinen Tag vorgeplant, niedergeschrieben, was ich alles tun muss, sonst vergess ich alles. Bloggen sollte ich dringend, also tu ich’s jetzt noch. Es gab auch das krasse Gegenteil zu G8, einen Studenten im 13. Semester. Seltene Spezies, heutzutage, aber hartnäckig. Und mittags betrunken. Mh, Studentenpack.
Oh, ich muss noch Werbung machen, bevor ich’s wieder vergesse: Gestern Abend lief der erste Teil der Neuverfilmung des Seewolfs im 2DF. Obwohl er von manchen nicht so gnädig beurteilt wurde, fand ich den Film sehr sehenswert. Eigentlich wollte ich ihn nur Aufzeichnen —das darf man doch, wenn man GEZ bezahlt, oder?—, doch fesselte mich der böse Seemann so sehr, dass ich mich heute darüber ärgere, dass sie einen Zweiteiler draus gemacht haben. Der Roman von Jack London ein Zweiteiler! Barbaren.
Indes bietet’s mir die Möglichkeit, euch den Kauf der DVD nahezulegen. Kapitalismus, hurra! Den zweiten Teil gibt’s am Mittwoch um 20:15 und Freitag im Handel. Und der Preis ist fair.
Ich widme mich jetzt erstmal wieder meinen Büchern. Und warte auf den Postboten mit einem Paket von amazon auf mich. Ironie des Schicksals, oder so etwas Ähnliches. Mh. Prokrastination…
Hab’s vergessen! ZDFneo ist gestartet und ersetzt den ZDFdokukanal, stellt eure Digitalreceiver ein. Voll hip. Musik-TV ohne Klingeltöne, alternative Serien und… ich weiß auch noch nicht. Vielleicht sollte man das im Auge behalten, man zahlt schließlich dafür. Sogar bei Twitter unter @ZDFneo. Nunja… warten wir’s ab.
Wer hätt’s gedacht.
Die erste Woche Universität ist vorbei, die zweite beginnt quasi morgen und es gäbe so unglaublich viel, worüber ich mich aufregen könnte. Zweiklassenmedizin, zum Beispiel. Ehrlich, wer von euch lässt sich gegen H1N1 impfen? Keiner? So habe ich mir das vorgestellt. Weil ich gleich schon wieder wech muss, kann ich mich auch nicht austoben, wie ich’s mir gerne wünsche. Und morgen habe ich wieder nen langen Unitag, der mit dem überfüllten Zug um 7 Uhr beginnen und meinen Tag nicht begeistern wird. Deshalb fasse ich meine erste Uniwoche einfach schnell zusammen, für diejenigen die nicht auf Twitter klebengeblieben sind.
Montags und Mittwochs habe ich zur Zeit regulär frei, wobei ich nächste Woche Montag allerdings einen Blick in den Lesezirkel zu Karl Marx’ “Das Kapital” werfen werde, was für mich als linke Socke schon interessant ist. Dienstags ging’s um halb 9 mit der Vorlesung “Grundkurs Sprachwissenschaft I” los, deutsche Grammatik at its best. Es folgt diesem Kurs, wenn’s nicht grade ausfällt, die “Einführung in die Sprachwissenschaft”. Zusammen mit dem Grundkurs II im SS10 bilden die drei Kurse eine Moduleinheit, zu der ich im Sommersemester auch meine erste Modulklausur schreiben werde. Nach der Einführung gibt’s eine zweistündige Pause, die danach von “Einführung in die Ethik” flankiert wird. In jenem Fach darf ich bis zum Ende des WS09/10 noch 2 Hausarbeiten anfertigen – später.
Donnerstags ist das Highlight der Woche: 4 Vorlesungen am Stück. Ich möchte mich auf die Benennung beschränken: “Grundkurs Literaturwissenschaft I” (mit Klausur am Semesterende), “Einführung in die Ethik” (4 SWS), “Grundlagen wissenschaftlicher Arbeitsmethoden” und das Tutorium zu LitWis I. Details zu solchen Veranstaltungen werde ich natürlich noch providen (Denglish!), doch bisher beschränkte sich der Stoff mehr oder minder auf begrüßende Worte und wenig Inhalt. Anekdoten wird’s sicherlich noch zu Hauf geben. Freitags: Zwei Vorlesungen, von 8:30 bis 10:00 eine, die ich bisher noch nicht hatte (“Lexikologie und Hermeneutik”), danach 2 Stunden Pause, dann das Tutorium zur Sprachwissenschaft. Wochenplan.
Bemerkenswertes der ersten Woche: Am Dienstag alles bis auf den Grundkurs aus, was ich allerdings erst nach mehr als 4 Stunden Warterei erfuhr. Hätte ich mir quasi sparen können. Anwesenheitspflicht habe ich bei relativ vielen Veranstaltungen, was meinem inneren Schweinehund aber vielleicht zu Gute kommt.
Im Tutorium zur Literaturwissenschaft ist neben einem wirren und sympathischen Professor in Zukunft auch ein Hund anwesend, dessen Namen ich vergessen habe.
Im Tutorium zur Sprachwissenschaft haben wir “zur Einführung” eine Klassenarbeit einer 9. Klasse geschrieben. Die Durchfallquote liegt angeblich bei mehr als 50%. Ich bin frohen Mutes und doch auf Freitag und das Ergebnis sehr gespannt.
Und damit wäre die erste Woche auch schon vorbei. Ich glaube, das könnte lustig werden. Mbag!
Ein Blick in die Zukunft von… mir.
Ich weiß genau, dass es euch lieber gewesen wäre, wenn ich euch etwas über die Lottozahlen erzählte, doch leider kann ich mit solch akkuraten Vorhersagen nicht dienen. Vielelicht wäre auch die Zukunft Deutschlands interessant, aber auch darüber habe ich mich schon genüge échauffiert. Zumal es… gut, doch ein ganz kleiner Exkurs in die allgemeine politische Lage, bevor ich dann zu unwesentlich wichtigeren Dingen komme: Moi.
Meiner Ansicht nach müssen CDU und FDP nun erst beweisen, ob sie den Wahlsieg wirklich verdient haben. Ich bin nicht ganz auf dem Laufenden, glaube aber die Koalitionsverhandlungen laufen gerade. Als guter “Verlierer” wünsche ich den beiden viel Erfolg, ob sie das Volk wirklich zu Wohlstand und Bildung führen können. Sie haben mitunter die härteste Aufgabe und an Platz 2 steht die SPD. Da geht’s drunter und drüber, jeder gegen alle und keiner für nichts. Wenn die Partei nicht in 100 Jahren nur noch in den Geschichtsbüchern stehen möchte, muss sie sich neu orientieren und die Linke bietet sich an. “Wir waren nie der Teufel, wir sind nur rot.”
Die Grünen und die Linke… sind zwei Sonderfälle. Die Grünen sind ja nicht schlecht, doch ihr Programm überzeugt noch nicht. Zudem leidet die Partei genau wie die SPD unter der Agenda 2010, weshalb auch die Ökopartei sich neu -und vermutlich links- orientieren wird. Und “wir Linken”? Wir sehen, wie unsere Politik beim Volk angekommen ist, wie “das Tabu” bröckelt. Wir werden uns intensiv mit SPD und Grünen auseinandersetzen, denn wir bilden nun eine Opposition. Sind wir ehrlich: In schwarzgelben Zeiten ist genau das, was wir brauchen, eine starke Opposition. Ich hoffe, dass Deutschland sich nicht so nah am zivilisatorischen Abgrund befindet, wie ich das immer behaupte. Linke Ideen werden sich auch weiterhin verbreiten und das umso mehr, je schlechter die Politik von CDU, CSU und FDP ausfällt. Insofern sehe ich bedauerlicherweise gute Chancen für eine rot-rot-grüne Bundesregierung in 4 Jahren. Genug davon.
Wisst ihr, was in 4 Jahren noch geschehen sein wird? Der Weltuntergang 2012? Ja, der auch, aber nein, ganz anders. Kommt ihr nie drauf. Es sei denn, ihr…
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