Großes Kino: “Wer sind diese Coens überhaupt?”
Von manchen Film-Regisseuren kennt man nicht nur den Namen, sondern kann auch aus dem Stehgreif eine Menge ihrer Werke benennen. Steven Spielberg ist ein ganz klassisches Beispiel: Viele Filme, viele Oscars, der Uber-Regisseur wenn man so möchte. Ethan und Joel Coen sind Brüder, die es noch nicht ins kollektive Gedächtnis meiner Generation geschafft haben. Stellt sich die Frage: “Warum eigentlich nicht?”
Gehen wir noch ein wenig zurück, ein paar Jahrzehnte. Hollywood war zwar auch damals schon Hollywood, aber das Filmgeschäft war noch nicht so weit industrialisiert wie heute. Private TV-Geräte waren mehr Ausnahme als Regel, es gab weniger Filme und die meisten Einzelwerke hatten unbestreitbar einen künstlerischen Anspruch. Die Filme wirken für ein jüngeres Publikum sehr langweilig und wenn wir nicht unbedingt in die USA schauen wollen, dann kann man an dieser Stelle die “James Bond”-Reihe anführen: Es liegen Welten zwischen “Dr. No” und dem 44 Jahre älteren “Casino Royale”. Zusätzlich zum wachsenden Absatzmarkt für Filme, wächst natürlich auch die Anzahl der Produktionen. Ich möchte nicht sagen, dass “alte” Filme per sé einen höheren Anspruch aufweisen, als dies bei neuen der Fall ist, aber ich sage, dass es durch die höhere Verbreitung des Mediums für Macher viel einfacher wurde, auch den größten Schund unter die Leute zu bringen. Dieser Beitrag handelt nicht von jenem Schund, sondern von einer künstlerischen Insel in einem Brackwasser-Ozean.
“Ja, wer sind die Coens denn jetzt? Kommt da noch was?”
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