Ulduar 10er: “Und das ist Endgame?”
Ìn meiner über ein halbes Jahr andauernden Raidpause, sieht man bekanntlich nicht viel von Instanzen, kann man keine grandiosen Geschichten erzählen. Gestern Nacht sollte sich das vorübergehend ändern, zu aller Twinks Überraschung. Von vorne…
Schon mittags wurde ich gefragt, ob ich nicht nach dem 25er Raid auf Ulduar am Abend noch Lust hätte, ein bisschen per Twinkgruppe nach Kar… eh, Naxxramas zu laufen. Da der gewöhnliche Bürger an einem Feiertag abends um halb 11 nichts mehr vor hat, sagte ich einfach zu – “meinen Druiden würde es freuen”. So wartete ich, begutachtete meinen Druiden in seinem keineswegs mehr zeitgemäßen Equipment. Blaue Items, Ringe von Stufe 70 (mit Itemlevel 15x, für die man außerhalb von Instanzen keinen Ersatz findet), vieles unverzaubert und ungesockelt: “Für den Twinkraid nach Naxx wird’s reichen”.
Irgendwann war’s dann so weit und man verlangte mich in einer Gruppe. Mein erstes Zögern bemerkte ich, als ich unter Naxxramas schwebte, meine Gruppe aber zuvor schon beschloss, Ulduar zu besuchen, “nur schnell den ersten Boss klatschen”. Darauf war ich nicht vorbereitet. Weniger noch, über Ulduar wusste ich so gut wie nichts, denn wozu sollte ich mich in eine Instanz einlesen, in der ich einen Char meines Equips sowieso nicht vorfinden würde. Klar, die Namen der Bosse habe ich alle schon gehört, auch, dass man beim ersten Boss, dem Flammenleviathan, nicht seinen Charakter sondern Fahrzeuge spielt, war mir irgendwie bewusst. Damit endete mein Wissen um Ulduar allerdings auch schon.
Mehr oder minder frohen Mutes fand ich per Teleportstein den Weg in die Sturmgipfel ohne Umschweife. “Was mache ich eigentlich hier?” war die Frage, die ich mir beim Betreten der Instanz stellte und welche mich noch lange begleiten sollte…
Ulduar, wie? Highend-Raid, soso. Endcontent, ja? Sehr merkwürdig, das alles…
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Naxxramas im Schnelldurchlauf
Jep, heute hab ich’s geschafft, mich in einem 10er Naxxramas-Raid einzuschleichen, um mir einmal ein exakteres Bild der Raidsituation machen zu können. 4 Stunden verbrachte ich in der Instanz und es ist mir erstaunlich wenig in Erinnerung geblieben. Dafür gibt es zwei Gründe:
- Ich war mit einem erfahrenen Raid unterwegs, welcher Naxx eigentlich schon mit Twinks farmt.
- Anspruchsvoll is’ anders.
Ein bisschen enttäuscht war ich auch darüber, dass Blizzard im Vergleich zum “Original” Naxx so gut wie nichts geändert hat. Mit einer Ausnahme: Alles ist eklatant leichter geworden. Auch im Tanken durfte ich mich wieder üben, angefangen bei Patchwerk, über einen der Begleiter von Razuvious, bis hin zu den vier Reitern. Das besondere Können wurde bei keinem der Bosse gefordert, wenngleich mein Mangel an Equipment für mich und die Heiler deutlich spürbar war.
Trotzdem gingen so gut wie alle Bosse im ersten Versuch down und man konnte mir jede Taktik in wenigen Sätzen erklären; ein Zustand, den ich mir im vergleichbar großen Zul’Aman niemals vorstellen konnte. Tatsächlich erinnerte mich das alles wieder an die Zeiten von Molten Core und Konsorten, sogar Karazhan kam mir weit schwerer vor – zumindest kurze Zeit nach Erscheinen der damaligen Expansion. Nun gut, es sollte ja nicht zu meinem Nachteil gewesen sein, so manch lilafarbenes Item wanderte in mein Inventar (sowohl für Off, als auch für Def).
Aber habe ich mir diese erarbeitet? Es war immerhin mein allererster Run auf die Nekropole! Dementsprechend hoch war auch die Quote der “Dinge, die irgendwie falsch sind”. Ein paar Beispiele?
- In den Kampf gegen Thaddius griff ich so gut wie überhaupt nicht ein. Obgleich ich vor dem Boss instruiert wurde, ich müsse nur einen kleinen Sprung machen, gelang es mir nicht. Sage und schreibe 4 (in Worten: vier) Mal fiel ich von einer der beiden Plattformen nach unten. Bei rund 15% erreichte ich den Raid und konnte noch zusehen, wie der Endboss des Konstruktviertels ins Gras biss. Wenigstens habe ich den Teil der Erklärung, der sich mit den Aufladungen à la Mechanar beschäftigte, verstanden – auch wenn ich ihn nicht in der Praxis anwenden konnte.
- Nach dem Kampf gegen Noth musste ich kurz weg vom PC. Pflichtbewusst folgte ich dabei natürlich dem MT. Als ich wenige Minuten später wieder an der Tastatur saß, befand ich mich schon mitten im Kampf gegen Heigan (teh dance!). Dessen Taktik war mir vor meinem dortigen Besuch wohl bewusst und da war 2 Versuche brauchten, konnte ich sie tatsächlich noch üben, aber im ersten reichte es aus, dass ich den Tank verfolgte. Sehr großes Kino, wirlich! Diesen Trick werde ich mir mit meinem Druiden allerdings zu eigen machen: Mich bei einem, der sich auf’s Laufen konzentriert, anhängen und dabei gemütlich heilen. Ich faules Schwein.
Noch viel mehr Chaos und Adrenalin findest du im kompletten Beitrag.
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