“Was ihr seht: Multikulturalität.”
Ich liebe ja mein Saarland, das schönste Bundesland der ganzen Welt. Jedes Jahr gibt’s hier in Saarlouis die “Emmes“, welche man unterschätzend außerhalb des Saarlandes als Volksfest bezeichnet. Dort sah ich dieses Jahr den Herrn Oku und seine Reggaerockers und vergaß ihn leider zu schnell wieder. Eben stolperte ich beim @pantoffelpunk wieder drüber und obwohl es Herbst wird, versetze ich euch jetzt in Sommerstimmung. Fertig? Let’s rock.
Gruselkabinett Merkel ‘09: [erschreckende Punchline]
Die Würfel sind gefallen, das neue Kabinett ist gebildet. Habe ich lange darauf gewartet und nun glaube ich, dass es Qualitativ locker mit der letzten Variante mithalten kann. Wie auch immer man Qualität definieren will. Doch kennt man als Durchschnittsbürger wirklich die Personen, welche nun Funktionsträger des deutschen Staates sind? Ich stelle mit einem guten Schluck Entsetzen fest, dass es auch in dieser Runde wieder Menschen in Ämtern gibt, von denen man bisher nichts hörte. Von den Menschen, nicht den Ämtern. Investigativjournalistisch angehaucht möchte ich doch einmal schauen, wer sich wo eingeschlichen hat und was er oder sie dort alles vermiesen kann.
Bundeskanzlerin bleibt selbstverständlich Frau Angela Merkel, was nicht so echt überrascht. Um nicht zu sagen: Das war bereits vor der Wahl beschlossene Sache. Einige Menschen spekulieren sogar darauf, dass Frau Merkel Herrn Kohls Rekord brechen wird. Ich wünsche es mir nicht, auch wenn ich der Frau eine relativ große Portion Glaubwürdigkeit bescheinigen würde. “Sie drischt ja auch nur Phrasen, da kann man nicht viel falsch machen”, würde ich sagen, wenn ich so etwas sagen würde. Andere Personen sehen das durchaus pragmatischer: “Wenn sie das Richtige täte, könnte sie bleiben.” Ja, wenn, tut sie aber nicht – “ihre” Bildungsrepublik ist bisher auch nicht mehr als das buntlackierte Drahtseil über dem Abgrund der Bildungsferne.
Bei dem Gedanken daran, weitere vier Jahre von Frau Merkel gedient zu werden, würde ich doch gerne zum nächsten Kandidaten der Kabinettsliste fortfahren: Roland Ronald McDonald Pofalla. Der ist für die nächste Zeit Kanzleramtsminister und er wird an diesem Posten nicht viel Unheil anrichten können. Bis auf einige politische Äußerungen, welche nicht meiner Überzeugung entsprechen, hat der Mann auch noch kein… oh. Pofalla-Affäre. Mh. Ich lasse das unkommentiert so stehen und widme mich lieber…
Ja, wem wohl? Oder kennt ihr etwa unsere neue Regierung schon so gut? Weitere 14 Politiker kriegen, was sie verdienen. Und was sie verdienen, das müsst ihr lesen. Wenn’s sich am Ende nicht gelohnt hat, bekommt ihr eure Zeit zurück.
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Vergesst den Titel, der hier vorher stand: Volkszählung.
In Einzelheiten, vielleicht, wenn ich dazu komme. Heute langer Tag, gleich im Bett, um 6 wieder raus. Von wegen faule Studenten. Lest doch mal ein Buch. Oder schreibt etwas in die Kommentare, was ihr schon immer loswerden wollt.
Oder besser: Volkszählung! Bitte eine Beleidigung an Chuck als Comment schreiben. Und Durchzählen nicht vergessen.
Wikipedia: Quelle endlosen Wissens?
Ich erinnere mich noch daran, als ich das erste Mal über die Wikipedia stolperte, 2001, 2 oder 3. Das Konzept von Wikis war mir gänzlich neu, ich verstand die Seite kaum, drückte aber instinktiv auf “Editieren”, zerstörte eine vorhandene Seite mit Kauderwelsch, speicherte es, erschrak darüber und zog von dannen. 2004 registrierte ich mich und widmete einen großen Teil meiner Freizeit dem Projekt, welches damals noch sehr idealistisch und ambitioniert war. “Das Wissen der Welt auf einer Seite, woah!”, so dachte ich’s mir damals.
Heute hat sich doch einiges verändert, wenn auch nicht alles: Ich nutze Wikipedia auch weiterhin als Wissensquelle zu fast jedem Lemma, doch immer häufiger die englische Version. Ich führe das nicht nur auf meine verbesserten Englischkenntnisse zurück, sondern auch darauf, dass die deutsche Wikipedia immer mehr zu einem -freundlich ausgedrückt- elitären Kreis zu verkommen scheint. Schon zu meiner Anfangszeit gab’s Streitigkeiten zwischen Admins, welche ich schon damals nicht nachvollziehen konnte. Heute ist die Wikipedia weitestgehend unter dem Deckmantel einer direkten Demokratie bürokratisiert. Es gibt Löschdiskussionen, Abstimmungen, Meinungsbilder und manchmal sogar noch, versteckt, Humor.
Doch nicht immer. Das jüngste Beispiel, welches zur Zeit -nicht nur – in der Blogosphäre Wellen schlägt, ist die Löschung des Artikels zu “Mogis“, Missbrauchsopfer gegen Internetsperren. Ich gebe zu, dass der Verein vielleicht nicht die letztmögliche Institution ist, die man in der Internetzensurdebatte zu Rate ziehen sollte; den Artikel dazu aus der deutschen Wikipedia aus “Relevanzkriterien” zu löschen schlägt dem Fass dennoch den Boden aus. Ich rege mich nicht alleine drüber auf, auch wenn der Artikel meiner Meinung nach nicht den Wirbel verdient hat, den er nun bekommt. Das Problem ist aber mitunter diese Löschpraxis: In meiner muttersprachlichen Wikipedia gibt’s keine Einzelartikel zu fiktionalen Personen oder Orten, keine Informationen zu “irrelevanten” Themen. Doch – wer bestimmt, was irrelevant ist und was nicht?
“Mir fällt grade keine tolle Überleitung ein, aber lies doch einfach den Beitrag weiter und ignorier diese Zeile.“
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Wer hätt’s gedacht.
Die erste Woche Universität ist vorbei, die zweite beginnt quasi morgen und es gäbe so unglaublich viel, worüber ich mich aufregen könnte. Zweiklassenmedizin, zum Beispiel. Ehrlich, wer von euch lässt sich gegen H1N1 impfen? Keiner? So habe ich mir das vorgestellt. Weil ich gleich schon wieder wech muss, kann ich mich auch nicht austoben, wie ich’s mir gerne wünsche. Und morgen habe ich wieder nen langen Unitag, der mit dem überfüllten Zug um 7 Uhr beginnen und meinen Tag nicht begeistern wird. Deshalb fasse ich meine erste Uniwoche einfach schnell zusammen, für diejenigen die nicht auf Twitter klebengeblieben sind.
Montags und Mittwochs habe ich zur Zeit regulär frei, wobei ich nächste Woche Montag allerdings einen Blick in den Lesezirkel zu Karl Marx’ “Das Kapital” werfen werde, was für mich als linke Socke schon interessant ist. Dienstags ging’s um halb 9 mit der Vorlesung “Grundkurs Sprachwissenschaft I” los, deutsche Grammatik at its best. Es folgt diesem Kurs, wenn’s nicht grade ausfällt, die “Einführung in die Sprachwissenschaft”. Zusammen mit dem Grundkurs II im SS10 bilden die drei Kurse eine Moduleinheit, zu der ich im Sommersemester auch meine erste Modulklausur schreiben werde. Nach der Einführung gibt’s eine zweistündige Pause, die danach von “Einführung in die Ethik” flankiert wird. In jenem Fach darf ich bis zum Ende des WS09/10 noch 2 Hausarbeiten anfertigen – später.
Donnerstags ist das Highlight der Woche: 4 Vorlesungen am Stück. Ich möchte mich auf die Benennung beschränken: “Grundkurs Literaturwissenschaft I” (mit Klausur am Semesterende), “Einführung in die Ethik” (4 SWS), “Grundlagen wissenschaftlicher Arbeitsmethoden” und das Tutorium zu LitWis I. Details zu solchen Veranstaltungen werde ich natürlich noch providen (Denglish!), doch bisher beschränkte sich der Stoff mehr oder minder auf begrüßende Worte und wenig Inhalt. Anekdoten wird’s sicherlich noch zu Hauf geben. Freitags: Zwei Vorlesungen, von 8:30 bis 10:00 eine, die ich bisher noch nicht hatte (“Lexikologie und Hermeneutik”), danach 2 Stunden Pause, dann das Tutorium zur Sprachwissenschaft. Wochenplan.
Bemerkenswertes der ersten Woche: Am Dienstag alles bis auf den Grundkurs aus, was ich allerdings erst nach mehr als 4 Stunden Warterei erfuhr. Hätte ich mir quasi sparen können. Anwesenheitspflicht habe ich bei relativ vielen Veranstaltungen, was meinem inneren Schweinehund aber vielleicht zu Gute kommt.
Im Tutorium zur Literaturwissenschaft ist neben einem wirren und sympathischen Professor in Zukunft auch ein Hund anwesend, dessen Namen ich vergessen habe.
Im Tutorium zur Sprachwissenschaft haben wir “zur Einführung” eine Klassenarbeit einer 9. Klasse geschrieben. Die Durchfallquote liegt angeblich bei mehr als 50%. Ich bin frohen Mutes und doch auf Freitag und das Ergebnis sehr gespannt.
Und damit wäre die erste Woche auch schon vorbei. Ich glaube, das könnte lustig werden. Mbag!
RT @UARRR “Typographenhumor”
Habe heute nicht viel gelacht, doch darüber schon. Via UARRR.org.
Gute Nacht, liebe Leser. “Ihr!”
…ist zufällig auch der Titel eines Programmausschnitts von Wilfried Schmickler’s Auftritt bei den Mitternachtsspitzen. Leute, müsst ihr euch einmal anhören. Ich wünsche euch eine feine Nacht.
Sehr stark.
2009, das Saarland, die dunkle Seite Hubert Ulrichs, Oskar “Glaubwürdigkeit” Lafontaine, Hitler und Zombies.
Montag, 12. Oktober. Der Wahlkampf des Superwahljahres 2009 ist beendet, die Ergebnisse liegen auf dem Tisch. Die Linke hat an Einfluss gewonnen, musste doch auch herbe Niederlagen erleben. Ich wettere ja immer gegen den Wahlausgang, aber im Großen und Ganzen muss man sich nun damit arrangieren, das Beste daraus machen. Digital übermittle ich meine privaten Grüße und Glückwünsche an meine Freunde, für welche Partei sie auch immer eintraten. Darunter gibt’s CDUler (“Wir können die Politik nur von Innen heraus verändern”), verirrte FDPler, die an die Bürgerrechte glauben. Wobei es mir leider so vorkommt, als gäbe es immer auch einen bitteren Nachgeschmack.
Nehmen wir als Beispiel das letzte Ergebnis. Herr Ulrich verkündete gestern nach über 5 Wochen, dass es im Saarland zu einer schwarzgelbgrünen Koalition kommen wird. Für mich persönlich ist’s ärgerlich, da ich meine Studiengebühren nun doch bezahlen werden können muss. Im Moment ist mir dies möglich, doch wer weiß schon, was in ein, zwei oder drei Jahren ist. Eigentlich ärgere ich mich weniger über die CDU, welche im Saarland einen guten Wahlkampf gemacht haben -auch wenn mir diese Sticheleien auf die Nerven fallen-, als über FDP und Grüne. Die FDP, weil sie schon wenige Wochen nach der Wahl alles über Bord werfen wird, bundesweit gesehen. Bürgerrechte und Steuersenkungen? Warten wir’s erstmal ab. Über wen ich mich noch viel mehr ärgere, ist Herr Hubert Ulrich.
Jetzt schneiden sich zwei Themen und zu beiden benötige ich eine Überleitung. Ist mir zu kompliziert. Es geht darum, dass man Oskar Lafontaine, welchem nachher noch einige Worte gewidmet werden, Dinge vorwirft, welche eine lange Zeit zurückliegen und falsch wiedergegeben werden. Gleiches möchte ich jetzt mal beim Hubert versuchen, obwohl ich weiß, dass das eine politische Unkultur ist, die man nicht fördern sollte. Sei’s drum.
Grüner Krieg: Die Vergangenheit eines Politikers
Der Inlandsgeheimdienst hat mir Dokumente zugespielt, denn das Internet vergisst nicht. 1999 widmeten sich gleich zwei damals noch renommierte Zeitschriften dem heutigen Chef der Saar-Grünen. Artikel Nummer 1 trägt den Namen “Albanische Verhältnisse“, erschien im Spiegel. Ich möchte einige Passagen kommentieren.
Themen: Die Grünen, politische Themen im Saarland, Falsche Tatsachen über Oskar Lafontaine und die Lösung aller politischen Probleme in Deutschland. Wirklich.
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Verhältnisse wie in der DDR
Ok, ich fasse einmal kurz zusammen.
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Wer 2008 in Hamburg für die GAL stimmte, bekam die CDU.
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Wer bei den Landtagswahlen in Thüringen “den Wechsel” wählt, bekommt die CDU.
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Wer bei der Bundestagswahl grün oder eine Rotschattierung wählt, bekommt die CDU.
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Wer im Saarland für die Grünen stimmt, der bekommt Jamaica – also die CDU.
Gott, ist mir schlecht. Und wenn ich den Herrn Ulrich noch einmal persönlich sehe, spucke ich ihm vor seine Füße. Ich kann gar nicht so viel schimpfen, wie mir böse Worte einfallen, von “asozial” bis “ziellos”, von “betrunken” bis “unzurechnungsfähig”. Ehrlich jetzt, liebe Grüne, schmeißt diesen Affen aus eurer Partei. Wir anderen gewöhnen uns besser schon einmal dran, dass es wohl immer auf die CDU hinausläuft; das ist die Grenze der demokratischen Möglichkeiten.
Tunak Tunak Tun Tunak Tunak Tun Tunak Tunak Tun…
Indien rocken. Indischer Bhangra rockt auch. Und der Kerl hier, Daler Mehndi, der rockt auch ganz besonders!
Da da da!
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