Genau, richtig.

Piracy advertising
Durch das Internet eröffneten sich “den Firmen” bekanntlich ungeahnte Werbemöglichkeiten, von denen noch vor wenigen Jahren niemand zu träumen wagte. “Viral marketing” ist eines dieser Konzepte, Werbung, die sich durch die User weiterverbreitet. Ohne einen Einblick in die verschiedenen Strategien der noch verschiedeneren großen Firmen zu haben, kann man aber eines sagen:
Software wird raubkopiert. Schon immer und es wird sich auch nicht ändern. Egal, wie ausgeklügelt der Kopierschutz ist, er wird geknackt. Das bedeutet, dass eigentlich jedes Spiel, jedes Programm (welches nicht über eine direkte “Multiplayer”-Funktionalität verfügt) schon kopiert ist oder besser: noch kopiert wird. Besonders teure Software ist hier natürlich interessant, sei es nun Software von Steinberg, Microsoft oder Adobe. Das ist diesen Firmen auch bewusst. Und ich frage mich seit längerer Zeit, ob das nicht vielleicht auch so gewollt ist.
Nehmen wir Adobe als Beispiel. Selbst in Version CS4 funktioniert ein “einfacher” Crack mit einem “einfachen” Keygen. Wie schon vor 10 Jahren. Würde Adobe wirklich wollen, dass ihre Produkte nicht kopiert werden, so könnte man dies auf zwei Wegen lösen:
- Man benötigt zwingend eine Online-Verbindung, wenn man mit der Software arbeiten möchte. Dies kann man wiederum clientseitig (“kein Inet, kein Programm”) oder serverseitig (“die Anwendung liegt auf einem Server”) lösen.
- Die Software benötigt, insofern keine Onlineverbindung vorhanden ist, eine Telefonaktivierung mit einem Key – jedes verkaufte Produkt ist in der Keydatenbank.
Tada, einfach. Keine Raubkopien mehr, auch wenn man auf ein bisschen Offlinekomfort verzichtet. Ist doch nicht so schwer. Nun ist es aber so, dass selbst wenige Tage nach (oder manchmal gar vor) einem Release schon Iso, Crack und Keygen im Web verfügbar sind. Es kann also quasi nur Absicht sein. Doch warum sollte Adobe (stellvertretend für alle anderen großen Firmen) dies tun?
Die Frage ist recht einfach zu beantworten: “Piracy advertising.” Um das zu verstehen, müssen wir wieder zu den Gründen springen, warum die Software “geklaut” wird: Sie ist teuer. Viele kreative Köpfe haben aber einfach zu einem bestimmten Zeitpunkt ihres Lebens einfach nicht die Mittel, die Software zu kaufen, beispielweise weil sie noch zur Schule gehen, studieren (“die Elite von morgen”) oder wasauchimmer. Eine Raubkopie tut es also auch.
U S A! U S A!
Boh! Wie mich die Welt annervt, das glaubt ihr nicht. Also, nicht mal die Welt, Amerika ist ja zur Zeit wieder trendy. Wer vor 2 Monaten noch pro-amerikanisch war, der wurde als Idiot, bezeichnet; wer heute gegen die USA wettert, ist ein rassistischer Idiot. Geschichte wird ganz schön schnell geschrieben, wenn man das so sieht. Und ich bin live dabei!
Das Thema “Obama” ist ja eigentlich ziemlich durch, aber trotzdem bleibt der Mann mehr als interessant. Immerhin ist er aktiv, und wie Greg House schon sagt: “Ich mag produktiv sein.” Das alles ist auf jeden Fall mehr als löblich, aber irgendwie bin ich noch immer skeptisch. Gut, er ist vereidigt (und “inauguration speech” klingt tatsächlich besser als “Amtseinführungsrede”) und er macht, was man als US-Präsident eben so tut. Zum Beispiel “Geheimgefängnisse schließen”.
Das Problem mit den Geheimgefängnissen (oder den sogenannten “black sites“) ist eben jenes: Sie sind geheim. Wenn mal eins aufgedeckt wird, wird’s auch recht schnell geschlossen, ob im Irak oder auf englischem Territorium. Aber was ist mit den unzähligen Gefängnissen, die den Wortsinn nicht längst entstellt haben? Kennt der US-Präsident diese denn? Man sagt, er sei der mächtigste Mann der Welt, aber kennt er auch wirklich alle Leichen in den Kellern von CIA und Co? Mich beschleicht dort ein sehr ungutes Gefühl…
Dabei trägt Obama die Last der Welt auf den Schultern und ein symbolischer Akt, der zumindest noch fragwürdig wenn auch tendenziell grandios ist, wird nicht ausreichen, um alles zu erfüllen, was die Welt so von ihm erwartet. Kleine Wunder. Die Wirtschaftskrise, Amerika wieder “auf Kurs bringen”, Frieden im Nahen Osten… also ich finde, er nimmt da schon viel auf sich. Und es wäre grandios, wenn es denn so läuft, wie es laufen soll.
Gestern Abend lief auf Phoenix eine Diskussionsrunde, die sich mit dem Thema beschäftigte, ob es ein solches Phänomen wie Barack Obama auch in Deutschland geben könnte. Hachja, Barack Obama. Der Mann, der nicht vor dem Brandenburger Tor sprechen durfte, weil er ja “nur” Senator war. Das war ja auch eine wirkliche Glanzleistung der Bananenrepublik Deutschland. Aber gut, nächstes Mal wenn er uns besucht, darf er ein bisschen historischer inszeniert werden. Herr Bundeskanzlerin, das ist ihre Aufgabe.
Ich denke, dass es in Deutschland soetwas nicht geben kann, denn “der Deutsche” ist von “dem Amerikaner” grundverschieden. Klar, unsere Wirtschaft ist so ähnlich, der Konsum ist ähnlich, aber die Mentalität der Leute ist eine völlig andere – und um dort Unterschiede feststellen zu können, gibt’s einfach mal drei Beispiele:
Der Deutsche ist ein eher träger Mensch. In Deutschland muss jedes offizielle Formular doppelt ausgefüllt, kopiert, an 3 Ämter weitergeleitet und dort in Akten abgelegt werden. Der Deutsche stellt sich in einer Schlange hinten an und beargwöhnt jene mit bösen Blicken, die sich vordrängeln. Der Deutsche ist zurückhaltend, aber hilfsbereit – es sei denn, er ist im Urlaub. Wir haben die “deutsche Pünktlichkeit”, “deutsche Wertarbeit”, Dinge, die für die Ewigkeit funktionieren, weil wegen sehr hoher Qualität, und diese verkauft sich auch gut in anderen Ländern. Wir regen uns über die Politik auf, tun aber nichts dagegen. Wir haben sogar ein Wort dafür: Politikverdrossenheit. Das ist deutsch.
Öh, gibt’s hier was umsonst?
Meine Angewohnheit, Beiträge vorzuarbeiten, macht mir Angst. Es gibt so viel und doch so wenig, was ich noch unbedingt loswerden muss; dabei verschrecken mich aber die eingebrochenen Leserzahlen, um die ich mich erstmal wieder pfleglich kümmern muss. Damit ich dies tue und damit ihr nicht glaubt, das hier wäre eine reine Marketingplatform geworden – ein Gratis-Spiel über Steam! Oder noch besser: 2 Gratis-Spiele! Ein gültiger Steam-Account ist dafür Pflicht, aber das muss ich ja nicht erwähnen.
Aaaalso: Zum Einen wäre da “Peggle Extreme“, eine seltsam gemoddete Gratisvariante von “Peggle Deluxe”. Die ist kostenlos und es gab sie schon zu Weihnachten. Da ich sowieso eine Affinität zu blöden Spielen habe, hab ich’s natürlich gleich installiert und bis heute nicht wieder deinstalliert. Im Gegenteil: Ich versuche meinen persönlichen “Adventure-Mode”-Rekord von knapp 5,350,000 Punkten zu schlagen, leider bisher nicht sehr erfolgreich. Und ich denke tatsächlich darüber nach, ob ich nicht 10 Euronen für dieses dämliche Spiel ausgeben soll, denn die Wiederspielbarkeit liegt definitiv höher als ich dachte. Vielleicht heißt’s ja sogar bald mal in einem Kommentar “a challenger appears…”
Das zweite Game wäre etwas völlig anderes: Trackmania Nations Forever. Ich überspringe einfach mal den ganzen Blafasel um Trackmania und werfe die Frage in den Raum: “Erinnert sich jemand an 4D Sports Driving (alias ‘Stunts’)?” – Dabei handelt es sich um ein wirklich altes DOS-Game, bei dem man sich eigene “Stuntstrecken” bauen konnte und auf diesen tolle Zeiten absolvieren musste, ein Quasi-Rennspiel… quasi.
Genau das ist in etwa auch TMNF, nur dass es kostenlos ist und die Grafik garnicht übel aussieht. Mit gefühlten 800 km/h darf man dort die geilsten Strecken fahren – und verlieren. Doch das Verlieren macht Spaß, wenn man sich selbst dabei ertappt, wie man einen neuen Rekord aufstellen möchte und dabei eine Strecke schon zum 100. Mal spielt (wenn auch jeweils nur für 30 Sekunden). Und nen gar nicht uninteressanten Multiplayer-Inet-Part hat das Spiel ebenfalls, auch wenn ich noch immer an den Singleplayer-Challenges hänge – Goldmedaillen werden nicht geschenkt.
Soviel mal dazu. Beide Spiele sind sicherlich nicht die totalen Langzeitknüller, aber als Zeitvertreib wenn man eben mal kein MMO spielen möchte, sind sie auf jeden Fall tauglich. Außerdem kommt die Gaming-Ecke hier ja auch viel zu kurz, wenn es sich immer nur um die gleichen Spiele dreht…
A Brief History Of Time
Jaja, die Domain gibt’s nun schon ne Weile und ich war mal so frei, zusammenzutragen, was denn noch zu finden war. Ein kurzer, letzter Rückblick, bevor es weiter mit Volldampf in die Zukunft geht. “Lass sehen!”
Links haben wir Version 1.0, reines HTML, sehr minimal gehalten. Inhaltlich… querbeet, wie man sehen kann. Aber ohne nennenswerte Leserschaft, was im Nachhinein nicht unverständlich erscheint.
Dann Version 2.0, HTML mit ein bisschen PHP und noch einem iFrame. Leider sieht man auf dem Screenshot (den ich mit Hilfe von archive.org machen konnte) keinen Inhalt mehr, da eben das Archivieren doch in der Praxis nicht so schön ist wie in der Theorie. Geplant als eine Fun-Seite schaffte ich es aber nie, mich in diesem Metier ganz zu etablieren. Mittlerweile gibt’s derer Millionen, also habe ich quasi nichts verpasst.
3.0 war experimentell; ein bisschen mit Photoshop gespielt und ein Layout gebastelt. Meiner Meinung nach ein schönes Stück Kunst, welches aber auch irgendwie kein Durchsetzungsvermögen hatte. Obgleich: Die Leserschaft begann sich zu entwickeln. Langsam.
Zeitgleich starteten meine Blogprojekte, welche hier nicht aufgeführt sind; im Bild zur vierten Version erahnt man es aber.
Doch schon sind wir im Jetzt angekommen. Ein neues Layout, ein Haufen Inhalte und eine Menge neuer kreativer Ideen. Wohlan, mal schauen, wie lange ich mit diesem Aussehen hier zufrieden bin…
Christopher Moore – Ein todsicherer Job
Neben passiven Tätigkeiten wie Fernsehen oder Musik hören, gibt es ja auch aktive Freizeitaktivitäten. Sport ist weniger meine Welt, ich war schon früher immer eines der Kinder, das sich lieber mit einem Buch in eine Ecke verzogen hat. Bis heute hat sich das prinzipiell nicht sonderlich geändert. So kommt es, dass mittlerweile meine Empfehlungen, die ich von amazon erhalte, ziemlich akkurat sind – und die eine oder andere Perle war eben auch schon dabei.
Zum Beispiel diese: Christopher Moore – Ein todsicherer Job
Ich zitiere mal den Rückseitentext:
Charlie Ashers Welt ist perfekt, bis seine Frau Rachel bei der Geburt ihres ersten Kindes stirbt. Über Nacht ist Charlie nicht nur Vater, sondern auch Witwer. Und darüber scheint er den Verstand zu verlieren – anders kann er sich das Wesen in Minzgrün nicht erklären, das ihm immer wieder erscheint. Dann fallen auch noch wildfremde Menschen tot vor ihm um, und es stellt sich heraus, dass Charlie von ganz oben eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen hat: Seelen einzufangen und sicher ins Jenseits zu befördern. Ein todsicherer Job, aber trotzdem sieht Charlie nicht ein, warum ausgerechnet er ihn erledigen soll. Trotzig fordert er den Tod heraus…
Cool, was? Das Buch befindet sich nun schon eine Weile in meinem Besitz; dennoch konnte ich bisher nur die ersten 100 Seiten lesen. Sollte das Buch doch so langweilig sein? Nein, nur war es nicht in meiner Nähe: Bevor ich das Buch anfassen konnte, hatte es sich meine Freundin zu eigen gemacht. So kann’s eben gehen, wenn man ein gutes Buch findet. Nun, da ich etwas davon gelesen habe, kann ich sogar nachvollziehen, warum es so schnell von meinem Nachttisch verschwand.
Falls ihr also grade nichts zu lesen habt: Greift munter zu, das Geld ist nicht verschwendet.
Ich hab’s!
Blizzard will garnicht, dass ich spiele!
Gestern hätte ich so schön ein oder zwei Stunden spielen können; will mich also einloggen und ich sehe: 3.0.8. noch installieren. Nun gut, auf auf! Bei 99% bekomme ich eine Meldung, mein WoW sei kaputt (“ja nee, is klar”), ich solle doch per repair.exe einfach mal, ne?
Gut. Eine knappe Dreiviertelstunde später ist WoW geprüft und es werden 5 MB an Daten nachgeladen, mit einer quasirasanten Geschwindigkeit von 4 kb/s. Damals, als ich noch ISDN hatte, war das ja ok, aber in einem Zeitalter, indem mir meine Bundeskanzlerin Breitbandanschlüsse für alle verspricht?
Lange Rede, kurzer Sinn: Patch nochmal geladen, Patch nochmal installiert, WoW läuft – und ich habe keine Zeit mehr. Ha Ha. Na gut, vielleicht ein anderes Mal, das Mondfest dauert ja auch noch ein paar Tage.
A propos: Völliger scheiß! Mit Asak habe ich die Mondfestahnen allesamt schon 2x besucht! An jeder dummen Ecke in der alten Welt und in BC! Und nun sagt mir Blizzard, dass man das Achievement ja nicht machen muss, es ist ja optional. Wie geil wäre es, wenn ich einfach mal einen Teil angerechnet bekäme, dafür dass ich jedes verdammte Event mehr als einmal teils mit Verdruss mitgespielt habe!
Hgrmpf.








